Bombenattentat: Syrien macht die Türkei verantwortlich!

Der syrische Informationsminister Umran al-Zuabi hat ausländische Geheimdienste für einen Selbstmordanschlag auf den innersten Machtzirkel von Präsident Bashar al Assad verantwortlich gemacht. In diesem Zusammenhang nannte er mehrere Staaten. Darunter auch die Türkei.

Wie türkische Medien derzeit berichten, erklärte Al-Zuabi gegenüber Journalisten, dass seiner Ansicht nach „Katar, Saudi Arabien, die Türkei und Israel“ hinter der Attacke an diesem Mittwoch steckten. Er kündigte an, dass der Angriff nicht ungesühnt bleiben würde. Al-Zuabi drohte mit der Kraft von vier Millionen syrischen Soldaten.

Bei einem Selbstmordanschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus waren an diesem Mittwoch mindestens vier hochrangige Regierungsvertreter ums Leben gekommen. So soll General Hassan Turkmani, der die Krisenzelle zur Zerschlagung der Rebellion leitete, seinen Verletzungen erlegen sein. Auch Verteidigungsminister Daud Radschha und sein Stellvertreter Assef Schaukat, ein Schwager des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, waren neben Innenminister Mohammed Schaar, hierzu gibt es allerdings widersprüchliche Angaben, unter den Todesopfern. Daneben gab es zahlreiche Verletzte.

Freie Syrische Armee bekennt sich zu Anschlag

Der Selbstmordanschlag zielte auf ein Spitzentreffen von Kabinettsmitgliedern und ranghohen Vertretern der Sicherheitsdienste, das im streng gesicherten Gebäude der Nationalen Sicherheit im Zentrum von Damaskus und nur etwa 500 Meter von der amerikanischen Botschaft entfernt stattfand. Das Viertel gilt als stark abgesichert. Zu dem Anschlag bekannte sich mittlerweile die Freie Syrische Armee als auch die islamistische Rebellenorganistation Liwa al-Islam. Der Attentäter selbst soll womöglich aus der Leibgarde des Diktators stammen. Ein weiterer Bombenanschlag soll darüber hinaus der Kommandozentrale der Vierten Division gegolten haben. Hierzu gibt es bisher keine näheren Auskünfte.

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