Türkische Drohne Anka wird künftig mit Waffen ausgestattet

Das Exekutivkomittee der türkischen Rüstungsindustrie (SSİK), das am vergangenen Dienstag unter dem Vorsitz von Premier Recep Tayyip Erdoğan zusamen kam, um über den Erwerb von Langstreckenraketen zu diskutieren, hat beschlossen, die bisher größte lokal hergestellte unbemannte UAV Anka mit Waffen auszustatten.

Trotz mehrmaliger Nachfragen der Türkei war die USA bisher nicht bereit, bewaffnete Predator-Drohnen an die Türkei liefern. Sowohl Präsident Abdullah Gül als auch Premier Erdoğan hatten bei US-Präsident Barack Obama vorgesprochen und ihn aufgefordert, den Verkauf von bewaffneten Predatoren zu autorisieren – ohne Erfolg.

Nun werde die Türkei, dem Verteidigungsministerium zufolge, eine neue Version der Anka mit größeren Motoren herstellen. „Die Anka wird eine stärkere Maschine haben. Auf diese Weise wird eine größere Tragfähigkeit ermöglicht. Bewaffnet wird sie wie die US-Predatoren und Reaper. Sie wird selbst Ziele zerstören.“ (der Jet-Abschuss Ende Juni fand in militärisch streng überwachtem Gebiet statt – mehr hier) Der Abschluss des Projekts wird voraussichtlich drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen.

US-Administration kann keinen Drohnen-Verkauf unterstützen

Die Predatoren, die die Türkei von den USA erworben hat, sind derzeit an der Air Base in İncirlik stationiert (US-Soldaten dort erhielten kürzlich Weisungen bezüglich des Ramadans – mehr hier) und fliegen ohne Bewaffnung. Das US-Militär ist jedoch im Besitz desselben Models mit Waffenausstattung. Reaper, die ähnliche Eigenschaften wie die Predators haben, gelten als das Rückgrat der unbemannten Luftfahrzeuge des US-Militärs. Sie sind in der Lage mehr und schwerere Waffen zu transportieren. Für den Verkauf solcher Waffen an andere Nationen ist die Zustimmung des US-Kongresses notwendig. Die US-Administration erklärte jedoch, dass sie das zu diesem Zeitpunkt nicht unterstützen könne. Nun nimmt die SSİK das selbst in die Hand.

Die türkische Anka hob am 30. Dezember 2010 erstmals auf der Sivrihisar Air Base ab. Die Flugzeit betrug damals 14 Minuten. Fast ein Jahr später, am 23. November 2011, startete die Anka um 09.35 Uhr erneut zu einem sechsstündigen Testflug. Während dieser Flugerprobung wurden insgesamt 240 Testpunkte abgehandelt, bevor sie um 15.35 Uhr wieder landete. Während des Tests stieg die Drohne bis auf eine Höhe von 18.000 ft, umgerechnet 5486 Meter.

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