Erdoğan zum Attentat in Syrien: Die Türkei bombardiert ihre Brüder nicht!

Der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan hat Anschuldigungen des syrischen Informationsministers zurückgewiesen, wonach die Türkei in die Bombenanschläge in Damaskus am vergangenen Mittwoch involviert gewesen sein soll. Die Türkei, so der Premier, würde den „brüderlichen“ Menschen Syriens solche Dinge niemals antun.

„Desinformation ist in Zeiten wie diesen eine gängige Methode für Regierungen“, so Erdoğan. „Doch niemand kann behaupten, dass wir einen solchen Schritt gegen so brüderliche Menschen wie die Syrer unternehmen würden. Darüber muss sich das Regime zuerst selbst Gedanken machen.“ (der syrische Informationsminister Umran al-Zuabi hat ausländische Geheimdienste für den Selbstmordanschlag verantwortlich gemacht – mehr hier).

Die syrische Regierung muss mit sich ins Gericht gehen

Wie Erdoğan weiter ausführt, gäbe es im Augenblick syrische Städte, die bis auf die Grundmauern niedergebrannt worden seien. Die syrische Regierung müsse nun Antworten liefern, wie es dazu kommen konnte. „Das Regime muss sich selbst fragen, wie die Opposition entstanden ist und wie die Überläufe innerhalb der Armee geschehen konnten. Die Vorwürfe von Informationsminister [Umran al-Zuabi] sind inakzeptabel.“

Der Premier verwies auch auf die jüngsten Gespräche in Genf und dort geführte Diskussionen über eine prospektive Übergangsregierung, die das Land auf eine demokratische Zukunft vorbereiten könnte. Klar stellte er in diesem Zusammenhang heraus: „Nichts wird sich ändern, solange [Präsident] Bashar [al-Assad] an der Macht bleibt.“ (einen sofortigen Regimewechsel forderte auch Präsident Abdullah Gül – mehr hier)

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