Rumänischer EU-Parlamentarier zweigt EU-Fördergelder im großen Stil ab

Behörden ermitteln gegen einen rumänischen EU-Abgeordneten, der mit gefälschten Rechnungen EU-Gelder kassiert haben soll. Er soll mit fingierten Rechnungen Zahlungen in Höhe von 400.000 Euro an sich selbst umgeleitet haben.

Anti-Korruptionsbehörden ermitteln gegen den rumänischen EU-Abgeordneten Adrian Severin. Er soll Rechnungen gefälscht haben und damit über 400.000 Euro aus dem Budget der Europäischen Union abgezweigt haben. Dies teilten nun die rumänischen Ermittler mit.

Severin soll von 2007 bis 2010 mit den gefälschten Belegen Geld aus EU-Fonds bekommen haben. Die Rechnungen hatte er für erfundene Beratungsleistungen ausgestellt und anschließend etwa 436.000 Euro kassiert (in der Türkei gab es hingegegen einige „Guttenbergs“ – mehr hier).

Bereits vor einem Jahr war der rumänische Abgeordnete zum EU-Parlament in Korruptionsverdacht geraten. Journalisten, die sich als Lobbyisten ausgaben, hatten versucht, Abgeordnete bei der EU-Gesetzgebung zu bestechen. Ein österreichischer und ein slowenischer Abgeordneter mussten wegen dieser Affäre zurücktreten. Ihr rumänischer Kollege blieb allerdings im Amt und wirkt nun als unabhängiger Abgeordneter in Straßburg. Das Video unten zeigt, wie Severin mit den Journalisten der Sunday Times über seine Gage für eine Gesetzesvorlage verhandelt.

Mehr zum Thema:

Türkei: Zahl der ungedeckten Schecks wächst dramatisch
Export-Boom mit Scheinrechnungen: Millionen-Betrug in der Türkei
Im Namen Obamas: Gauner wollen Geld von türkischem Bürgermeister erschwindeln


Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.