Ramadan: Auch für arabischen Sumoringer kein Problem

Ein Sumoringer, der besticht auf den ersten Blick vor allem durch sein Gewicht. Doch wie soll das im heiligen Fastenmonat Ramadan funktionieren? Der erste arabische Sumoringer hat seine Fans nun beruhigt.

Der ägyptiche Sportler Abdelrahman Ahmed Shaalan, der ursprünglich aus Giza stammt, beschreibt das Fasten während des Tages als „kein Problem“. Zwar falle der Ramadan in diesem Jahr genau mit einem wichtigen Finalkampf in Nagoya zusammen. Dennoch blickt der in Japan lebende Sumoringer zuversichtlich auf die kommende Zeit: „Es ist kein Problem. Ich konzentriere mich voll darauf, die restlichen Kämpfe zu gewinnen. Ich bin absolut zuversichtlich.“ (einige Sportler glauben, der Ramadan verleihe ihnen zusätzlich Kraft – mehr hier)

Als praktizierender Muslim will sich der Sportler, der in der Szene besser unter dem Namen Osunaarashi (was übersetzt so viel wie Große Sandsturm bedeutet) bekannt ist, selbstverständlich an die Regeln des Ramadans halten. Dazu gehört vor allem, dass von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang weder gegessen noch getrunken wird (türkische Speerwerfer fasten nicht – mehr hier).

Sumoringer brauchen große Mengen an Nahrung

Gerade in Shaalans Sportart läuft das normalerweise allerdings anders. Sumoringer müssen in der Regel immense Mengen an Nahrung zu sich nehmen, um ihren für den Sport nötigen, kräftigen Körperbau aufrechtzuerhalten und genügend Energie für die anstrengenden Wettkämpfe zu haben, die mehrmals im Jahr in ganz Japan stattfinden.

Erst im vergangenen Mai konnte der 20-Jährige ein Turnier in der Anfängerklasse für sich entscheiden. Dort gewann er sieben Kämpfe ohne Niederlage. Jetzt führt er die so genannte „Jonokuchi“-Klasse, niedrigste von ingesamt sechs Divisionen in dieser hoch ritualisierten Sportart an. Der junge Mann begann sich mit 15 für das Sumoringen zu interessieren. Im vergangenen Jahr siedelt er dann nach Japan über. Eines Tages will er ein Yokozuna, ein großer Meister, werden.

Hier sein Debüt-Kampf in Japan:

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