Anti Assad T-Shirts: Morrissey und Band setzten deutliches Zeichen in Istanbul

Der britische Sänger Morrissey und seine Tourband haben während ihres jüngsten Konzertes am vergangenen Donnerstag in Istanbul deutlich Position bezogen. Mit eindeutig beschrifteten T-Shirts brachten sie unter anderem ihre Haltung gegen den syrischen Diktator Bashar al Assad zum Ausdruck.

Drei der vier Bandmitglieder des für seine kontroversen Texte bekannten Sängers erschienen mit roten T-Shirts auf der Bühne des Istanbuler Cemil Topuzlu. Darauf war in fetten weißen Buchstaben zu lesen: „Assad is s***“ (Politik ist auch das Thema der Französin Nathali Cardone, die in einem ihrer Videos sogar Atatürk und Erdogan eingearbeitet hat – mehr hier).

Morrissey: Politiker sind „Wurzel allen Übels“

Auch Morrissey selbst sandte während des Konzerts eindeutige Signale an das Publikum. So rollte er mit den Worten „give the power to the people“ eine türkische Flagge aus, warf diese mehrmals in die Luft und ließ sie anschließend auf den Boden fallen. Die Zuschauerreaktionen, so berichtet die türkische Journlistin Dilara Sarı, seien gespalten gewesen. Der Frontmann der erfolgreichen Achtzigerjahre-Indie-Band The Smiths spielte nicht nur eine Weile mit der türkischen Flagge, sondern erklärte ganz unverblümt – etwa in der Mitte des Konzerts – Politiker zur „Wurzel allen Übels“. „Die Menschen sind überall gleich“, so Morrisseys Botschaft, die er seinem gleichnamigen Song voranstellte (die istraelische Band Orphaned Land strebt derzeit die türkische Staatsbürgerschat an – mehr hier).

Assad, die Türkei, Politiker und auch Tierschutz waren also Thema an diesem Abend. Immer wieder hob der Künstler mahnend seinen Zeigefinger, immer wieder trat er mit den Menschen vor der Bühne in Kontakt. Nicht wenige schafften es sogar zu ihm hinauf. Sein bekanntes Stück „Meat is Murder“ unterstrich er zudem eindrucksvoll mit teils grausamen Tierquälerszenen, die die Menschen aufrütteln sollten.

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