Verteidigungsminister İsmet Yılmaz: Autopsieberichte der Jet-Piloten werden nicht veröffentlicht

Keine endgültigen Ergebnisse für die türkische Öffentlichkeit: Wie Verteidigungsminister İsmet Yılmaz verlauten ließ, seien zwar die Obduktionen an den beiden am 22. Juni abgestürzten Jet-Piloten abgeschlossen. Aus Respekt gegenüber den Familien werde auf eine Veröffentlichung der Resultate allerdings verzichtet.

Wie Yılmaz am Rande eines von Premier Recep Tayyip Erdoğan gegebenen Iftars (Fastenbrechen) für die Vertreter der ausländischen diplomatischen Vertretungen am Montagabend verlauten ließ, habe man an den Körpern der beiden Piloten keinerlei Schussverletzungen gefunden: „Die Obduktionen sind abgeschlossen, es gibt keine Einschüsse.“ (die Leichen wurden mit Hilfe des US-Forschungssschiffs Nautilus geborgen – mehr hier)

Weiter ins Detail ging der Minister allerings nicht. Vor den anwesenden Journalisten machte er zudem deutlich, dass der vollständige Autopsiebericht nicht veröffentlicht werde. „Einzelheiten der Autopsie zu enthüllen wäre respektlos gegenüber den Familien der verunglückten Piloten. Das würde eine Verletzung ihres Rechts auf Privatsphäre darstellen.“

Medien spekulierten über einen Unfall

Seitdem die beiden vermissten Piloten aus dem Mittelmeer geborgen wurden, hoffte man darauf, dass die Untersuchung ihrer Leichname weiteres Licht, vielleicht sogar eine abschließende Klärung, in die kontrovers diskustierten Ereignisse des 22. Junis bringen würde. In einer früher in diesem Monat veröffentlichten Erklärung brachte das türkische Militär bereits Zweifel daran auf, ob der Jet tatsächlich von den syrischen Streitkräften abgeschossen worden sei. Weiterhin wurde darauf hingewiesen, dass eine Untersuchung bisher keine Hinweise darauf geliefert hätte, dass Syrien den türkischen Jet mit einer Rakete oder einer anderen Flugabwehrwaffe getroffen hätte. Die Armee teilte mit, dass man keine Spuren von entflammbarem Material oder Sprengstoff gefunden habe. Die offizielle Formulierung lautete seither: „Flugzeug, das Syrien nach eigenen Angaben zerstört hat“.

Die Medien spekulierten darauf hin über einen möglichen Unfall. Hierzu erklärte der frühere türkische Luftwaffengeneral Erdogan Karakus gegenüber der Zeitung „Hürriyet“: „Wir können nicht genau sagen, was geschehen ist, solange der Rumpf des Flugzeugs nicht untersucht worden ist, aber die Türkei scheint ihre These zu ändern.“ (Syrien machte die Türkei im Gegenzug aber sehr wohl für ein Bombenattentat am vergangenen Mittwoch verantwortlich – mehr hier)

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