Fragwürdige Touristenattraktion: Israelis schauen sich Unruhen in Syrien an

Die verheerenden Unruhen in Syrien forderten in den vergangenen Monaten nicht nur immer neue Todesopfer, sondern treiben mitunter sogar seltsame Blüten. Dutzende Israelis reisen derzeit zu Aussichtspunkten in den Golanhöhen, um von dort aus die laufenden Auseinandersetzungen im Nachbarland Syrien zu beobachten.

Wie die Tageszeitung „Times of Israel“ am vergangenen Dienstag berichtete, wurde das fragwürdige Gebaren quasi unabsichtlich durch den israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak selbst ausgelöst, nachdem er die Golanhöhen besucht hatte, um die tobenden Schlachten im vom Krieg zerrütteten Nachbarland mit eigenen Augen zu bezeugen (aktuell hat die Türkei ihre Grenzen zu Syrien geschlossen – mehr hier).

In den Tagen nach der Visite des Verteidigungsministers, so die „Times of Israel“ weiter, hätte sich ein stetig wachsender Strom Israelis, ausgerüstet mit Kameras und Ferngläsern, in Richtung Golanhöhen aufgemacht. Die Kriegsberichter, erläutert das Blatt, hofften, einen, wenn auch seltenen Blick auf die Kämpfe in Syrien zu erhaschen. Zumeist mussten sich die Kriegs-Touristen mit dem Anhören von Schüssen und heftigen Auseinandersetzungen „begnügen“ (syrische Olympioniken sind derweil auf Image-Tour bei den Spielen in London – mehr hier).

Doch damit noch nicht genug. Offenbar planen einige Reiseleiter, die Golanhöhen unter diesem Aspekt in ihr Programm aufzunehmen. Unterdessen erkärten die israelischen Sicherheitskräfte, dass sie ihr Bestes tun würden, um die Schaulustigen von sensiben Militärinstallationen entlang der Grenze fernzuhalten.

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