Erdoğan warnt PKK in Syrien: Jede Bedrohung führt zu einer militärischen Reaktion!

Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdoğan hat eine Warnung in Richtung der PKK in Syrien ausgesprochen. Die Türkei werde nicht zögern jedwede Bedrohung militärisch zu beantworten. Die Terrororganisation kontrolliert Teile des Nordens und hält Machthaber Bashar al Assad so den Rücken frei.

In einem Interview mit TV 24 erklärte Erdoğan am vergangenen Mittwoch, dass die PKK Präsenz in Syrien für die Türkei zum Anlass werden könnte, doch militärisch einzuschreiten. So, wie es bereits mehrfach im Nordirak geschehen sei, nachdem Bagdhad im Zuge des Golfkriegs von 1991 die Kontrolle über die Region verloren hätte.

Die Kooperation der Terrororganisation PKK mit der PYD ist etwas, was wir nicht als positiv erachten können“, so Erdoğan. Falls sich dort etwas formieren sollte, was zum Problem werden könnte, falls dort eine Terroroperation vorbereitet werde, dann wäre es ein natürliches Recht der Türkei dort zu intervenieren (Ende Juni dieses Jahres kam es zu einer Provokation als Terroristen eine PKK-Flagge in Syrien hissten – mehr hier).

Türkei beobachtet Selbstverwaltung im Nordirak genau

Der Südosten der Türkei, der Nordirak und teilweise Nordsyrien sind Schauplatz eines bereits seit 28 Jahren andauernden Konflikts zwischen den türkischen Streitkräften und der PKK, die bereits mehrmals die Autonomie des kurdisch dominierten Südostens der Türkei gefordert hat. Erst am vergangenen Dienstagabend töteten türkische Streitkräfte 15 PKK-Mitglieder während einer Razzia in der Nähe der Landesgrenze zum Irak, nachdem man sie mit Drohnen aufgespürt und sie anschließend via Helikopter und vom Boden aus attackiert hatte. Das Beispiel der kurdischen Selbstverwaltung im Nordirak wird von der Türkei mit Argusaugen beobachtet. Immerhin könnte ein sich verschärfender Konflikt in Syrien auch zu einem eigenen kurdischen Konflikt führen (die PKK füllt in Nordsyrien ein Machtvakuum – mehr hier).

Erdogans Äußerungen treffen mitten in eine hitzige Debatte in der Türkei über die mögliche Bildung eines kurdischen Staates im Norden Syriens, der den türkischen Südosten, der überwiegend von zwölf Millionen Kurden besiedelt ist, destabilisieren könnte. Erst Anfang der Woche behaupteten syrisch-kurdische Oppositionelle, dass Assads Truppen Gebiete in Hassaka und Aleppo, beide grenzen an die Türkei, aufgegeben und unter der Kontrolle der PYD zurückgelassen hätten. Derweil stellte der Chef des syrischen Nationalrats (SNCE) heraus, dass Assads Truppen zwar die Kontrolle über Teile dieser Gebiete verloren hätten, aber die syrische Opposition kein separistisches Projekt der Kurden befürworte.

Türkische Armee stockt an der Grenze weiter auf

Am Mittwoch verlagerte die türkische Armee weiteres schweres Gerät an die syrische Grenze im Distrikt Suruç von Şanlıurfa. Das Gebiet liegt ganz in der Nähe von Qamishli, das angeblich von PKK-Sympathisanten kontrolliert wird (bereits im vergangenen März warnte die PKK die Türkei vor einer Syrien-Intervention: „Wir werden Kurdistan zum Kriegsgebiet erklären“ – mehr hier).

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