London: Das sind die Olympia-Medaillenhoffnungen von Türkei und Deutschland

Die Türkei reist zum ersten Mal mit 114 Athleten zu Olympischen Spielen – Rekord! 66 von ihnen sind weiblich. Deutschland schickt fast viermal so viele Sportler ins Rennen, insgesamt gehen 392 Deutsche an den Start. Doch wer darf sich berechtigte Titelhoffnungen machen?

In Peking bei den letzten Olympischen Spielen hatte man sich auf Seiten der türkischen Funktionäre mehr erhofft, doch es blieb damals bei nur acht Medaillen, einer Goldmedaille von Ringer Ramazan Sahin, vier Silber-und drei Goldmedaillen.

Doch der Fakt, dass die Spiele in London stattfinden, ist vielleicht ein gutes Omen. Immerhin erreichte die Türkei das letzte Mal, als dort die Olympischen Spiele 1948 stattfanden, ihre erfolgreichste Leistung aller Zeiten: Fünf Goldmedaillen, vier Silbermedaillen und eine Bronzemedaille.
Hinzu kommt: 2012 wird die Türkei das erste Mal seit 52 Jahren in der Geschichte der Nation in Mannschaftssportarten vertreten sein – mit der Frauen-Volleyball-Mannschaft und beiden Basketball-Teams, wobei die Frauen-Volleyball-Mannschaft ihre Premiere feiert. Gleiches gilt für die Sportarten Badminton, Gymnastik sowie die Frauen-4×400-Meter-Staffel. Die größte Gruppe der türkischen Teilnehmer stellt der Leichtathletik-Kader mit 33 Athleten. Des Weiteren sind 13 Ringer und neun Gewichtheber dabei – schon immer zwei der türkischen Hochburgen (Premier Erdogan wird persönlich in London die Daumen drücken – mehr hier).

Vier Jahre, nachdem Elvan Abeylegesse die Silbermedaille in Peking sowohl über 5.000 als auch über 10.000 Meter gewonnen hat, hofft die Türkei auf weitere Medaillen. Eine weitere Sieghoffnung ist Nevin Yanıt, diesjährige Gewinnerin der Europameisterschaften in Helsinki, die sich über die 100-Meter-Hürden-Distanz gute Chancen ausrechnen kann. Auch Aslı Çakır Alptekin ist im Rennen über 1.500 Meter, Burcu Ayhan im Hochsprung, Gülcan Mıngır über 3.000m Hindernis und Karin Mey Melis im Weitsprung.

Zum ersten Mal in der Geschichte übersteigt die Zahl der 66 türkischen Sportlerinnen die ihrer männlichen Kollegen. Aber auch die Männer haben Chancen. So sind die drei aus Kenia stammenden Männer Polat Kemboi Arıkan, Tarik Langat Akdağ und Ilham Tanui Özbilen ernsthafte Anwärter für die Türkei in ihren Langstrecken-Rennen über 1.500, 3.000 und 5.000 Meter. Und auch der Speerwerfer Fatih Avan, 23-jähriger Nationalrekordhalter, könnte die Konkurrenz das Fürchten lehren, wenn er es schafft, sein in ihm steckendes Potential abzurufen (die türkischen Sportlerinnen und Sportler haben sich vorgenommen eine ganze Generation zu inspirieren – mehr hier).

Deutschland: Die Goldfavoriten

Deutschland hat sich mit dem kleinsten Team seit der Wiedervereinigung zu den Olympischen Spielen nach London auf den Weg gemacht- fast 50 Athleten weniger als noch vor vier Jahren in Peking. Trotzdem, es gibt sie, die Goldfavoriten. Diskus-Weltmeister Robert Harting aus dem 77-köpfigen Leichtathletik-Team gehört genauso dazu wie die Schwimmer Britta Steffen und Paul Biedermann, der Tischtennisspieler Timo Boll und die Turner Fabian Hambüchen und Philipp Boy. Nicht zu vergessen der Ruder-Achter, die deutschen Hockey-Herren- und Damen. Auch David Storl und Nadine Kleinert sind im Kugelstoßen auf Treppchen-Mission, genauso wie die Fechter Benjamin Kleibrink, Peter Joppich und Britta Heidemann sowie Peking-Judo-Olympiasieger Ole Bischof. In der Leichtathletik könnten an einem guten Tag auch Pascal Behrenbruch im Zehnkampf, Sebastian Bayer im Weitsprung, Nadine Müller im Diskuswurf, Matthias de Zordo oder Christina Obergföll im Speerwurf triumphieren. Bescheiden gibt man sich auf deutscher Seite nicht – das Ergebnis von Peking, wo 41 Medaillen gewonnen wurden, soll wiederholt werden.

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