Türkisch-syrische Grenze: Türkei muss gegen PKK und Al-Qaida vorgehen

Die Lage an der türkisch-syrischen Grenze wird immer unsicherer. Während der Grenzübergang bisher vor allem für Flüchtlinge aus Syrien der Weg in eine sichere Zuflucht bedeutete, ist er nun für die Türkei zu einer Bedrohung geworden. Offenbar wollen sowohl die PKK als auch die Al Qaida ihre Präsenz ausbauen.

Außenminister Ahmet Davutoğlu will gegen terroristische Organisationen wie die PKK oder die Al Qaida, die an der türkischen Grenze aktiv werden, in aller Härte vorgehen (die Grenzen mussten aufgrund der unsicheren Lage dicht gemacht werden – mehr hier). Das erklärte Davutoğlu nun, nachdem sein russischer Amtskollege Sergey Lavrov am Mittwoch bekannt gegeben hatte, dass unter den drei Grenzposten, die nicht mehr in der Hand der Assad-Truppen sind, welche seien, die nun von der Al Qaida kontrolliert würden und nicht von der Freie Syrische Armee. Die Informationen, auf die sich Russland dabei stützt, sind allerdings nicht bestätigt, wie die Zaman berichtet.

Für die Türkei bestehe derzeit keine Gefahr, so Davutoğlu. Ob auch er Aktivitäten der Al Qaida bestätigen könne, sagte er nicht. Der PKK werde man es nicht erlauben, ihre Präsenz an der Grenze auszubauen. Doch er betonte, dass von Kurden in Syrien und im Irak keine Feindschaft ausgehe (Erdogan erklärte dies bereits mit Nachdruck – mehr hier). Man wolle sie stattdessen unterstützen: „Wir wollen nicht, dass unsere kurdischen Geschwister im Irak und in Syrien leiden. Wir haben von Anfang an immer verteidigt, dass sie ihre Grundrechte ausüben dürfen müssen“, sagte Davutoğlu am Freitag in Ankara.

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