Angst vor Konjunktureinbruch: Deutsche Arbeitgeber stellen weniger ein

Die schlechten Konjunkturerwartungen deutscher Unternehmen spiegeln sich auch bei den Neue-Einstellungen wieder. Im Juli sank die Nachfrage nach Arbeitskräften erneut. Zum siebten Mal in Folge sinkt der Indikator für Arbeitskräfte.

Die schlechte Entwicklung in der Schuldenkrise schlägt sich immer deutlicher auch auf den deutschen Arbeitsmarkt nieder. Im Juli ist die Nachfrage nach Arbeitskräften saisonbereinigt erneut gesunken, erklärte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag. So fiel der Stellenindex der BA gegenüber dem Vormonat um zwei Punkte auf 162 Zähler. Seit Anfang des Jahres sank er stetig seit dem Allzeithoch im Januar um insgesamt 17 Punkte (in der Türkei liegen Familien mit doppeltem Einkommen im Ländervergleich bereits auf dem letzten Platz – mehr hier).

„Angesichts moderater Konjunkturerwartungen zeigen sich die Unternehmen vorsichtiger, was weitere Neueinstellungen angeht”, so die Bundesagentur für Arbeit. Insgesamt bewege sich die Kräftenachfrage jedoch weiter auf hohem Niveau. Im Juli sank der deutsche Geschäftsklima-Index auf sein niedrigstes Niveau seit mehr als zwei Jahren (hier). Die deutsche Wirtschaft rechnet nicht damit, dass Deutschland nur mit einem blauen Auge aus der Krise hervorgehen wird. Genauso wenig tun dies die Konsumenten. Der Indikator für die Konjunkturerwartung der Konsumenten sank um deutliche 8,6 Punkte im Vergleich zum Vormonat: Zum ersten Mal seit letztem Jahr befand er sich im Juli im negativen Bereich (hier).

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