Türkischer Journalist in Aleppo verwundet!

Ein Korrespondent der staatlichen Nachrichtenagentur Anatolia wurde während eines Einsatzes in der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo verwundet. Sinan Gül wurde ins Bein getroffen. Während die Kämpfe in Syrien mit unverminderter Kraft fortgesetzt werden, hat die Zahl der Flüchtlinge in der Türkei die 44.000er Marke durchbrochen.

Nachdem Sinan Gül angschossen wurde, sei er türkischen Medienberichten zufolge, von Kämpfern der Opposition ins Dar Asshifa Krankenhaus in Aleppo gebracht worden. Nach einer Erstversorgung transportierten ihn diese weiter in die türkische Provinz Kilis. An der Grenze wurde der Verletzte von türkischen Rettungskräften in Empfang genommen und ins hiesige staatliche Hospital verfrachtet. Laut Angaben der Ärzte befindet sich der Journalist derzeit in guter gesundheitlicher Verfassung. Sein Zustand sei stabil. Wie und wo es genau zu seiner Verletzung kam, darüber machen die türkischen Medien weiterhin keine Angaben (Ende der vergangenen Woche hatte die Türkei ihre Grenzen zu Syrien geschlossen – mehr hier).

Derzeit leben 44,038 syrische Flüchtlinge in der Türkei

Konkretes gibt es derweil jedoch von der türkischen Katastrophenschutzbehörde (AFAD). Diese gab an diesem Dienstag bekannt, dass die Zahl der syrischen Flüchtlinge auf türkischem Gebiet mittlerweile 44,038 erreicht hätte. In einer schriftlichen Erklärung wies die Behörde zudem darauf hin, dass sich die meisten Flüchtlinge derzeit in Şanlıurfa, Gaziantep und Kilis aufhalten würden. Augenblicklich halten sich 10,808 in Hatay, 7,502 in Gaziantep, 12,032 in Kilis und 13,337 in Şanlıurfa auf. 359 Flüchtlinge erhalten derzeit eine medizinische Behandlung in einem türkischen Krankenhaus.

In Gänze hätten seit Beginn der Unruhen vor 16 Monaten 73,587 syrische Flüchtlinge Schutz in der Türkei gesucht. 29,549 von ihnen seien aus eigenem Antrieb wieder in ihre Heimat zurückgekehrt (mittlerweile haben rund 120.000 Menschen das Land verlassen – mehr hier).

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