Schwerste PKK Gefechte seit Jahren: Fast 130 Menschen sterben

Wie das türkische Innenministerium nun mitteilte, hätten sich mit fast 130 toten PKK-Kämpfern und zahlreichen getöteten Soldaten in den vergangenen zwei Wochen die schwersten Auseinandersetzungen seit Jahren in der Türkei ereignet.

Der türkische Innenminister İdris Naim Şahin brach am vergangenen Sonntag das bisherige Schweigen der türkischen Regierung zu den schwersten Zusammenstößen der vergangenen Jahre und erklärte, dass in den vergangenen zwei Wochen 115 militante Kurden in Hakkari und sechs Soldaten sowie zwei Dorfschützer ums Leben gekommen seien.

Im Zuge einer PKK-Attacke am 4. August, so fuhr er fort, waren zuletzt acht Mitglieder der Sicherheitskräfte an einem Grenzposten von Şemdinli in der Provinz Hakkari getötet sowie 20 verletzt worden. Daneben starben 14 PKK-Anhänger einschließlich einer Selbstmordattentäterin, bei dem Angriff. Offenbar, so berichtet der Innenminister mit Bezug auf Insiderinformationen, betrachte die PKK das Jahr 2012 als das finale Jahr. Aus diesem Grund käme es nun auch vermehrt zu tödlichen Attacken. Die beiden organisierten Angriffe in Şemdinli und Hakkari Geçimli hätten das erst wieder gezeigt. Mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen müssten die Terroristen allerdings leben (bereits 2011 hat sich die Zahl der Angriffe mehr als verdoppelt – mehr hier).

Erdoğan verurteilt feige Attacken der PKK

Şahins Erklärung erfolgte, nachdem aus den Reihen der Opposition massive Kritik an der Regierung laut wurde, die sich zu den Vorfällen in Şemdinli nicht äußerte. Behauptungen der PKK, sie hätte die Stadt unter Kontrolle wurden ohne Kommentar stehengelassen. Ein Besuch durch eine CHP-Delegation konnte das jedoch widerlegen, doch auch sie beanstandeten, dass es keine zuverlässigen Informationen gegeben habe.

Die jüngsten Auseinandersetzungen gehörten zu den schwersten und blutigsten der letzten Jahre. Premierminister Recep Tayyip Erdoğan wandte sich schriftlich an den Chef des Generalstabs, General  Necdet Özel und sprach ihm nach den Attacken von Hakkari sein Beileid aus. Wieder einmal habe die PKK mit ihrer feigen Attacke während des heiligen Ramadans ihre Feindschaft gegenüber den geistigen und nationalen Werten der Türkei demonstriert (die Terrororganisation hatte eine Waffenruhe während des Ramadans abgelehnt – mehr hier). Vor gut einer Woche hat das türkische Militär mit einer Offensive gegen die PKK begonnen.

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