Türkei: PKK verübt Anschlag auf Öl-Pipeline

In der Nacht auf Montag verübte die PKK in der Provinz Mardin erneut einen Anschlag auf eine Öl-Pipeline. Bereits seit einigen Wochen kommt es vermehrt zu Gefechten zwischen der PKK und dem türkischen Militär.

Nach Angaben des türkischen Ministeriums für Energie wurde in der Nacht auf Montag im Südosten der Türkei der Ölfluss aus dem Irak in die Türkei in Folge eines Anschlags unterbrochen. Die Explosion betraf die 970- Kilometer lange Kirkuk-Ceyhan Pipeline nahe der Provinz Mardin. Dabei handelt es sich um den dritten Anschlag in diesem Jahr. Die Reparationen werden voraussichtlich 10 Tage andauern, so das Energieministerium.

Es wird vermutet, dass es sich um einen Anschlag der kurdischen Arbeiterpartei PKK handelt. Mitglieder der Organisation, die in der Türkei, aber unter anderem auch in Europa und den USA als terroristisch eingestuft wird, hatten wiederholt die Pipeline im Zuge ihres bewaffneten Kampfes gegen die Regierung in Ankara sabotiert.

Insgesamt kam es in den vergangenen Jahren seit der Einmarschierung der USA 2003 wiederholt zu Anschlägen auf die besagte Pipeline durch arabisch- sunnitische Rebellen innerhalb des Iraks. Vor allem in den vergangenen Monaten verstärkte die PKK ihre Anschläge auf türkische Truppen. Die Regierung wiederum verstärkte ihre Truppenpräsenz im Nordirak und ging verstärkt gegen die PKK innerhalb und außerhalb der Türkei vor (in den vergangenen zwei Wochen kamen bei Gefechten 115 PKK-Mitglieder ums Leben – mehr hier).

Über die Kirkuk-Ceyhan Pipeline exportiert der Irak mit 450.000 bis 500.000 Barrels ein Viertel seiner Öl-Ausfuhr.

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