Getötete Kinder von Dortmund: Lebensgefährtin wollte Tat vertuschen

Kurz nach der Tat war die Lebensgefährtin des Vaters zu ihm geeilt und erzählte ihm von einem Überfall, bei dem sie sich verletzt hatte. Um ihr zu helfen, wollte Muharrem Tüfekçi die Polizei einschalten, die vor seinem Haus stand. Nicht ahnend, dass diese gekommen war, um den Tod seiner Kinder aufzuklären.

Vermutlich hat die 30-Jährige Lebensgefährtin des Vaters die in Dortmund getöteten Kinder auf dem Gewissen. Der Vater erklärte nun in einem Interview, dass er nichts von der Tat geahnt hätte. Selbst als seine Freundin blutüberströmt vor ihm gestanden hatte, habe er nicht daran gedacht, dass seinen Kindern etwas zugestoßen sein könnte.

„Ich wollte die Kinder in die Türkei zu meiner Familie schicken“, erklärte Muharrem Tüfekçi der Tageszeitung Hürriyet. Anderen Berichten zufolge wollte er Deutschland gemeinsam mit den Kindern verlassen. In den Tagen zuvor habe es keine Auseinandersetzungen zwischen dem Paar gegeben. An dem Morgen des Brandes sei er losgegangen, um sich ein Auto von seinem Onkel zu leihen. Mit diesem wollte er die Pässe seiner Kinder vom türkischen Konsulat abholen. Als er in der Kneipe seines Onkels angekommen war, habe seine Lebensgefährtin Milka angerufen. „Sie wollte zu mir kommen und mit mir einen Kaffee trinken“, so Tüfekçi.

Als sie allerdings in der Kneipe ankam. Habe sie eine Verletzung an der Hand gehabt und sei mit Blut beschmiert gewesen. Zeugenberichten zufolge habe sie erklärt, dass sie von einem Junkie überfallen worden sei. Sie seien anschließend zusammen zur Wohnung zurückgekehrt. Er habe der Polizei von dem Überfall auf seine Freundin erzählen wollen, doch die Polizei habe ihn überhaupt nicht beachtet, da sie aufgrund des Brandes gekommen waren „Dann habe ich die Feuerwehr vor meinem Haus gesehen“, so Tüfekçi. Er wurde noch an Ort und Stelle festgenommen, jedoch wenig später wieder entlassen. Gegen seine Lebensgefährtin wird nun wegen Mordes ermittelt (mehr hier). Die Motive der Tat sind weiterhin ungeklärt.

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