Leiden in Myanmar: Emine Erdoğan und Tochter Sümeyye besuchen Rohingya-Muslime

Die Frau des türkischen Premierministers Recep Tayyip Erdoğan und deren gemeinsame Tochter werden bereits am kommenden Mittwoch in die Provinz Arakan in Myanmar reisen. Persönlich wollen die Damen dort Hilfsgüter für die Rohingya-Muslime abliefern, die vor der anhaltenden Gewalt aus ihren Häusern fliehen mussten und nun an Hunger, Durst und Krankheiten leiden.

Erdoğan gab die Reisepläne einer türkischen Delegation, der auch seine Frau Emine und Tochter Sümeyye angehören, bereits am vergangenen Sonntagabend während einer TV-Sendung bekannt. Fast zeitlich veröffentlichte das Büro des Premierministers im Amtsblatt: „Während des heiligen Fastenmonats Ramadan wird die Türkei den Muslimen in Myanmar jede mögliche Hilfe und Unterstützung zukommen lassen. (…) Zu diesem Zweck wurde vom Amt des Premierministers eine Hilfskampagne ins Leben gerufen.“

Bereits vor Ort war der türkische Botschafter von Myanmar, Murat Yavuz Ateş, gemeinsam mit einigen Amtskollegen und UN-Vertretern. Er besuchte am vergangenen Sonntag, den 5. August, die Provinz Arakan, um sich ebenfalls vor Ort ein Bild von der desolaten Lage der Flüchtlinge zu machen (die OIC will derweil die internationale Gemeinschaft aufrütteln – mehr hier).

Unruhen zwischen Buddhisten und Muslime flammen wieder auf

Unterdessen kam es nun erneut zu blutigen Zusammenstößen zwischen Buddhisten und Muslimen. Bei Auseinandersetzungen im westburmesischen Teilstaat Rakhine, der seit Juni unter Kriegsrecht steht, sollen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen sein. Außerdem hätten, wie der asiatische katholische Pressedienst Ucanews am vergangenen Montag unter Berufung auf Augenzeugen berichtete, Rakhine fast 200 Häuser von Muslimen in Brand gesteckt. Wie es zu einem neuerlichen Auflammen der Unruhen kommen konnte, ist bisher unklar. Erst tags zuvor hatte der Uno-Sondergesandte Tomas Ojea Quintana die Region besucht. Im Zuge seiner sechstägigen Visite forderte er nun eine „glaubwürdige, unabhängige Untersuchung“ der Gewalttaten“.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) beklagt derweil die ignorante Haltung der Weltgemeinschaft gegenüber den Verbrechen in Birma: „Regierungen unterzeichnen Handelsabkommen und heben Sanktionen auf, während die Gewalttaten weitergehen.“ Auf diese „Gräueltaten“ müsse die internationale Gemeinschaft reagieren.

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