Erdoğan: „Terroristen demonstrieren Feindschaft gegenüber türkischen Werten”

Der türkische Premierminister Erdoğan erwägt militärisches Vorgehen in Syrien, denn er geht davon aus, dass die Regierung Bashar al-Assad der PKK Unterstützung zukommen lässt. Die PKK verübte vergangenen Sonntag erneut Anschläge im Südosten der Türkei auf vier militärische Wachposten.

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Da Mitglieder der terroristischen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) mit Unterstützung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad nach Ansicht der türkischen Regierung danach streben würden in die Türkei einzudringen, zieht der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdoğan eine Militäraktion in Syrien in Erwägung.

Auch Khaled Abu Saleh, Sprecher des revolutionären Rates in Homs, geht davon aus, dass Assad der PKK unter anderem mit der Entlassung von über tausend kurdischen Terroristen aus dem Gefängnis Unterstützung zukommen lässt. Bei weiteren 3000, die Verbindungen zu der Organisation aufweisen, soll selbiges angeordnet worden sein, wie er der Tageszeitung Zaman erklärte.

Erdoğan zufolge, solle Assad terroristische Aktivitäten in der Türkei unterstützen, indem er es der PKK ermögliche, weiterhin über die Grenze in die Türkei zu gelangen. Das erklärte der türkische Premier in einer Sondersendung zu den Anschlägen auf Militärposten in der südöstlichen Provinz Hakkari (hier) im türkischen Fernsehen.

Er verurteilte die Anschläge scharf, besonders in Anbetracht des Zeitraumes , in denen sie stattgefunden haben. „Terroristische Vereinigungen und ihre Helfer demonstrierten ihre Feindschaft gegenüber den nationalen und moralischen Werten der Türkei mit diesen Angriffen auf Sicherheitskräfte während des Ramadan”, so Erdoğan (Kurden und Türken hatten im Ramadan eine Waffenruhe gefordert – mehr hier).

Er wies darauf hin, dass seiner Meinung nach möglicherweise Syrien hinter diesen Attacken stehe, ohne jedoch weiter darauf einzugehen. Terroristische Gruppierungen und ihre Helfer, so Erdogan weiter, „die auf die türkische Brüderlichkeit, Einheit und den Frieden abzielen“, würden nichts anderes sein als „dunkle Flecken“ in der Geschichte. Einen militärischen Eingriff in diesem Zusammenhang schließe er durchaus nicht aus. Auch das militärische Vorgehen im Norden des Iraks solle weitergeführt werden, solange die PKK dort existiere und eine Gefahr für die Türkei darstelle. Es werde keine Zugeständnisse in Bezug auf „Gesetze, Demokratie und Menschenrechte zu machen“ im Kampf gegen den Terror geben. Die einzige Lösung sei die Niederlegung der Waffen durch die PKK. Das türkisch Militär werde die Waffen nicht niederlegen, schon allein aufgrund der Tatsache, dass diese zum Militär gehören.

Die PKK wird in der Türkei, in Europa und den USA als terroristische Vereinigung eingestuft, die sich seit 1984 in einem blutigen Konflikt mit der türkischen Regierung befindet.

Bisher wurden einer schriftlichen Erklärung zufolge als Konsequenz der Anschläge, sieben Zonen der südöstlichen Provinz Hakkari von Montag an für einen gesamten Monat unter militärische Aufsicht gestellt. Demnach ist es Anwohnern „für die Sicherheit ihrer Leben und ihres Eigentums” nicht gestattet diese Bereiche zu betreten. Es handelt sich hierbei um die İkiyaka Zone, östlich von Şırnak Beytüşşebap und Altındağlar im Zentrum der Region Hakkari, Berg Buzul, Alandüz, dem Balkaya Gebirge, Gediktepe und Karadağ, und der Çağlayan und Pirinçeken Zone.“

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