Türkische Gemeinde in den USA: Armenisches Theaterstück ist „Propaganda“

Der Vökermord an den Armeniern ist bis heute ein umstrittenes Thema. Dies zeigt die Reaktion der türkischen Gemeinde in den USA auf ein Theaterstück, das von dem Genozid handelt.

Ein  Theaterstück thematisiert den Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkrieges. Im Zuge dessen rief es, der Tageszeitung Milliyet zufolge, eine heftige Gegenreaktion innerhalb der türkischen Gemeinde hevor. Das besagte Theaterstück „Red Dog Howls“ wurde von Alexander Dinelaris geschrieben. Die Regie führte Ken Rus Schmoll. Ab kommenden September wird es in New York zu sehen sein.

Es handelt von dem Armenier Michael Kiriakos, der auf Grund des Wunsches seines Vaters und der Entdeckung einer alten Fotokiste, beginnt die Vergangenheit seiner Familie aufzudecken. Er erfährt über die Briefe von den tragischen Ereignissen des Jahres 1915, die vielen seiner Familienmitglieder das Leben kosteten. Währenddessen wird der Tod der Familienmitglieder und anderer armenischen Familien durch die Hand osmanischer Streitkräfte dargestellt (vergangenen April haben Türken und Armenier der Opfer gemeinsam gedacht – mehr hier).

Vorwurf: Stück hat keine künstlerische Intention

Das Stück stieß auf starke Ablehnung in der türkischen Gemeinde. Ali Çınar, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in den USA meint: „Es geht einfach darum die Anschuldigen von 1915 immer und immer zu wiederholen. Es handelt sich hier um Propaganda, die darauf abzielt erfundene Geschichten aus Briefen und Erinnerungen, als wahre Begebenheiten darzustellen.“ Er sieht hierin „keine künstlerische Intentionen“.

Der Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkrieges, wird weitestgehend überall auf der Welt anerkannt. Die offizielle türkische Geschichtsschreibung und die Regierung bestreiten jedoch bis heute, dass ein Genozid stattgefunden haben soll (in Frankreich ist das Vorhaben, die Leugnung unter Strafe zu stelle vorerst gescheitert – mehr hier).

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