So funktioniert ein Sport-BH! YouTube-Star klärt türkischen Kolumnisten auf

Ein Sport-BH hat bequem zu sein, auch wenn er eine Frau flachbusig erscheinen lässt. „Wer eine Frau als Sexsymbol während einer sportlichen Betätigung sehen will, soll in einen Puff gehen und nicht die Olympiade anschauen!“, rät You-Tube Bekanntheit Jenna Marbles einem türkischen Kolumnisten.

Der türkische Kolumnist Yüksel Aytuğ beschwert sich  in einem Artikel über die „flachbrüstigen, männerähnlichen“ Olympionikinnen. Das kann YouTube- Sternchen Jenna Marbles nicht auf sich sitzen lassen. Sie sieht sich dazu gezwungen, den konservativen Türken, über Sinn und Funktionsweise eines Sport-BHs zu informieren.

Marble klärt die Männerwelt auf

In einem amüsanten Video auf ihrem YouTube-Kanal erklärt Marble , Aytuğ habe keine Ahnung vom weiblichen Körper. Es sei die Aufgabe des Sport-BHs, die Oberweite einer Frau abzuflachen, auch wenn es dann so erscheint , als habe sie keine. Dies ist schlicht und ergreifend bequemer. „Man würde beim Joggen ohne Sport-BH ohnmächtig werden. So schmerzhaft ist es“, klärt Marble die scheinbar unwissende Männerwelt auf (selbst verletzt können die Athletinnen noch die Zähne zusammenbeißen und ein Rennen beenden – mehr hier).

Den dramatischen Unterschied, den Kleidung machen kann, demonstriert sie gleich im Anschluss. Sie präsentiert sich erst im Sport-BH, der sie in einen „unweiblichen“ 12-jährigen Jungen verwandelt. Danach zeigt sie sich wieder als attraktive Blondine im Bikini. Plötzlich kann man ihr nicht mehr vorwerfen im Namen des Sportes auf die „Symbole der Weiblichkeit“ zu verzichten, wie es Aytuğ bei ihrem ersten Outfit getan hätte.

Schwergewichtsheberin Zoe Smith gibt sich selbstbewusst

Auch andere Stimmen erhoben sich gegen Yüksel Aytuğs Artikel. Die britische Tageszeitung Daily News berichtete von der 18-jährigen Schwergewichtsheberin Zoe Smith, die auf Twitter wegen ihrer muskulösen Figur gemobbt wurde. Spätestens aber nachdem Smith den britischen Rekord im Gewichtsheben brach, brauchte sie sich um Beleidigungen wie „Lesbe“ oder „Kerl“ nicht mehr zu kümmern. „Die meisten Menschen, die so denken, sind chauvinistische, Schweins-köpfige Typen, die sich auf Grund der Tatsache entmännlicht fühlen, dass wir stärker sind als sie. So einfach ist das“, postete Smith auf Twitter. Sie stemmt immerhin das doppelte ihres Körpergewichtes. Traurig macht es sie hingegen besonders, wenn Frauen sie als „seltsam“ bezeichnen (die türkischen Sportlerinnen sind bei diesen Spielen sogar in der Mehrheit – mehr hier).

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