Alexa Ranking: Google ist die beliebteste Website der Türkei

Internet-Suchmaschinenriese Google hat sich als die beliebteste Website der Welt erwiesen. Auch in der Türkei liegt die Seite auf der Poleposition, gefolgt vom Sozialen Netzwerk Facebook. Das ergab eine Auswertung des Serverdienstes Alexa.

Der Serverdienst, der Daten über Webseitenzugriffe durch Web-Benutzer sammelt und darstellt, hat derzeit die weltweit 500 beliebtesten Webseiten aufgelistet. Im Gesamtklassement steht Google auf Rang eins. Das Zuckerberg-Imperium Facebook und die Video-Plattform YouTube folgen auf den Plätzen zwei und drei.

In den ausgewiesenen Top Ten befindet sich mit der chinesischen Suchmaschine Baidu gerade einmal eine nicht-englischsprachige Internetseite. Die übrigen Spitzenpositionen in der Alexa-Auswertung gehen an Yahoo!, Wikipedia, Windows Live, Twitter, QQ.com und Amazon.

Soziale Netzwerke bei Türken besonders beliebt

Neben einer internationalen Auflistung splittet Alexa das Ranking auch länderspezifisch auf. Google liegt demnach auch bei den türkischen Userinnen und Usern ganz vorne. Gleiches gilt für Facebook. Wie im internationalen Vergleich liegt es auch bei den Türken auf Rang zwei der Beliebtheitsskala. Doch während in den internationalen Top Ten keinerlei Nachrichtenseiten zu finden sind, sieht das in der Länderauswertung natürlich ganz anders aus. Auf Rang sechs folgt hier bereits die Miliyet. Position acht geht an die Hürriyet. Im deutschen Ranking liegen hier übrigens Spiegel Online (8) und Bild (9). Neben Facebook und Youtube finden sich auch die Sozialen Netzwerke Twitter und Mynet in den türkischen Top Ten.

Ohnehin kann die Türkei als eine sehr Internet affine Nation bezeichnet werden. Insgesamt, so hat das Interactive Advertising Bureau Europe (IAB) erst kürzlich in seinem Bericht „Mediascope Europe 2012“ erklärt, hätten türkische Userinnen und User im europäischen Vergleich sogar die Nase vorn, wenn es darum geht, wie viel Zeit sie Tag für Tag im Internet verbringen. Den Untersuchungen zufolge steigt die Zahl der türkischen Internetuser derzeit rapide an. Aktuell seien 33.9 Millionen Menschen online – sei es mittels ihres Computers, einem Mobiltelefon, Tablets, Konsolen oder anderer Geräte. Zu ihren beliebtesten Anwendungen zählen dabei das Versenden und Empfangen von Emails, Suchmaschinen, soziale Netzwerke, Instant Messages und Video-Sharing-Websites.

Kriege der Zukunft finden im Internet statt

Auf der anderen Seite gibt es spätestens seit dem vergangenen Sommer nicht nur eine heftige Debatte über das Thema Internetzensur, sondern auch echte Risiken, hinsichtlich der Internetsicherheit im Land (immer wieder haben es Hacker auf offizielle Seiten der Regierung abgesehen – mehr hier). “Die Türkei ist unter den Top 10 Ländern, die Cyber-Attacken ausgesetzt sind”, warnte etwa Professor Mustafa Alkan, Vorsitzender der Informatiksicherheitsvereinigung, während eine strategischen Workshops zum Thema Internetsicherheit in Ankara Mitte Juni dieses Jahres.  Und auch Tayfun Acarer, Direktor der Informationstechnologien und Kommunikations Behörde, ist der Ansicht, dass hier vermehrt Handlungsbedarf besteht: “Wirtschaftlicher Erfolg hängt nun davon ab, wie erfolgreich man mit Cyber-Attacken umgeht.” Die Kriege der Zukunft würden nicht mehr mit Waffen ausgetragen. Sie finden im Internet statt (derzeit gibt es Forderungen die Hacker-Gruppe RedHack als terroristische Organisation einzustufen – mehr hier).

Hier geht es zur internationalen Auswertung.

Hier geht es zu den türkischen Top 500.

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