Olympia 2012: Für die Türken kam das Beste zum Schluss

Am vergangenen Freitagabend kannte der Jubel keine Grenzen: Gleich drei Medaillen regnete es für das türkische Olympia-Team. Auch wenn es am Anfang der 30. Sommerspiele in London nicht so aussah, mit leeren Händen kommen die Sportlerinnen und Sportler also nicht nach Hause zurück. Insgesamt fünf Mal Edelmetall haben sie im Gepäck. Doch da ist noch viel Luft nach oben, so der türkische Sportminister Suat Kılıç.

Mit einer gigantischen Abschlussfeier wurde am vergangenen Sonntagabend das sportliche Mega-Event in der britischen Hauptstadt beschlossen. Alle waren sie gekommen: die Spice Girls, Take That, George Michael, Brian, May, Jessie J, Eric Idle – eben das Beste, was die hiesige Pop-Szene in den letzten Jahrzehnten zu bieten hatte. Zwei Wochen lang feierte die Insel friedliche und vor allem so gut wie reibungslose Spiele, die am Ende auch für die Türkei unvergessliche Glücksmomente bereit hielt.

Denn am Anfang sah der Stand der türkischen Athletinnen und Athleten alles andere als rosig aus. Bis zum 5. August hatten sie nicht eine Medaille gewinnen können. Pessimisten mochten sich schon eine Woche vor Schluss die schlimmsten Szenarien ausmalen. Doch dann die Erlösung: Am Montag, den 6. August, gab es endlich Bronze für den 22-jährigen türkischen Ringer Rıza Kayaalp (er setzte sich gegen gegen Guram Pherselidze aus Georgien durch – mehr hier). Ein Ergebnis, das offensichtlich inspirierte: Am Ende gab es zwei Mal Gold, zwei Mal Silber und ein Mal Bronze für die türkische Olympia-Delegation.

Unvergesslich: Asli Cakir Alptekin und Gamze Bulut

Doch was bleibt in Erinnerung? Die gigantische Abschlusszeremonie im Stadion, in der sich Sportler, Begleiter, Betreuer und alle Helfer noch einmal ordentlich selbst feiern konnten, ganz bestimmt. Für die Türkei ist es aber vor allem der Freitag davor, den sie nicht so schnell vergessen werden. Im Olympia-Finale über 1500 Meter der Frauen erfüllten Asli Cakir Alptekin und Gamze Bulut die kühnsten türkischen Träume. In einem Doppelsieg holten sie Gold und Silber (die beiden Frauen trennten lediglich 0,17 Sekunden voneinander – mehr hier).

Doch Alptekin und Bulut waren nicht die einzigen türkischen Damen, die an diesem Freitag abräumten. Zu ihnen gesellte sich die türkische Taekwondoin Nur Tatar. Im Kampf gegen Hwang Kyung-seon aus Südkorea holte sie am Ende Silber. Vorgelegt in ihrer Disziplin hatte bereits am Dienstag Servet Tazegül gegen den Iraner Mohammad Baghrei Motamed (er holte das erste Gold für die Türkei bei diesen Spielen – mehr hier). Besonders rührend: Er widmete die Medaille seiner in diesem Jahr verstorbenen Mutter.

Platz 32 im olympischen Medaillenspiegel

Alles in allem, so der türkische Sportminister Suat Kılıç, seien die türkischen Athletinnen und Athleten nicht mit leeren Händen von London nach Hause gekommen. Sie hätten fünf Medaillen gewonnen, doch es gäbe viel Raum für Verbesserungen. Im Medaillenspiegel landete die Türkei am Ende auf Rang 32 von 79. Deutschland schaffte es hier schließlich doch noch auf Platz sechs. Brasilien 2016 kann kommen.

http://www.youtube.com/watch?v=o57s9xqukXo

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