Türkei: PKK entführt CHP-Abgeordneten

Der Abgeordnete Hüseyin Aygün wird seit Sonntagabend von der PKK festgehalten. Während einer Autofahrt hatten mehrere Mitglieder der Terrororganisation Aygün und zwei weitere Personen enführt. Letztere ließen sie allerdings kurz darauf wieder gehen.

Der CHP-Abgeordnete Hüseyin Aygün wurde am vergangenen Sonntagabend in der östlichen Provinz Tunceli entführt. Eine Gruppe der terroristischen Organisation habe das Auto angehalten und Aygün, seinen Assistenten sowie einen anwesenden Journalisten. Kurz darauf wurden die beiden allerdings festgehalten und erzählten den Behörden von dem Vorfall, erklärte der Gouverneur von Tunceli, Mustafa Taşkesen.

Aus verschiedenen Provinzen der Türkei seien nun insgesamt sechs Abgeordenete der Oppositionspartei auf dem Weg nach Tunceli, um die Bemühungen um die Freilassung Aygüns zu koordinieren. Haluk Koç, ebenfalls Vize-Vorsitzender, kritisierte die Regierung dafür, die Partie nicht schnell genug vom Vorfall unterichtet zu haben und wenig Informationen zu teilen. Derzeit verfolge man die Entwicklungen „von Minute zu Minute“. Erstmals, so Koç, habe die PKK einen Anwalt entführt (es kam jedoch bereits zur Entführung eines Bürgermeisters – mehr hier). Das zeige, wie es derzeit um den Terrorismus in der Türkei stehe.

In Tunceli hatte Aygün vor seiner Wahl ins türkische Parlament als Anwalt gearbeitet. Er hatte sich auf Menschenrechtsverletzngen wie im Fall von Zwangsevakuierungen von kurdischen Dörfern mit der Begründug, die PKK-Unterstützung in diesen Gebiten zu verhindern. Dem Nachrichtensender NTV zufolge soll bereits eine Militäroperation zur Auffindung Aygüns eingeleitet worden sein.

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