OECD-Vergleich: Weniger Jobchancen für junge Migranten in Österreich

Der Anteil von Migranten am Arbeitsmarkt in Österreich steigt zwar stetig, doch noch immer haben es besonders junge Migranten oder die Kinder von Migranten schwer, in den Arbeitsmarkt einzusteigen, was nach OECD-Angaben nicht zuletzt an Diskriminierung liegt.

In Österreich liegt die Beschäftigungsquote der Migranten bei 67 Prozent. Damit ist die Zahl der arbeitstätigen Migranten seit 2008 um zwei Prozent gestiegen. Im OECD-Vergleich zeigt sich, dass Österreich damit sogar an dritter Stelle steht. Unter den 34 OECD-Ländern steigt allein in Israel und Deutschland die Zahl der erwerbstätigen Migranten schneller (in Deutschland wächst die Zahl der erwerbstätigen Migranten stetig – mehr hier).

Doch in Österreich ist besonders die Situation der jungen Migranten problematisch. Nach Angaben der OECD hätten diese aufgrund „struktureller Hindernisse“, darunter Diskrimierung, schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dabei handelt es sich bei den benachteiligten Jugendlichen noch nicht einmal unbedingt um Kinder bildungsferner Familien. Auch junge Österreicher mit Migrationshintergrund, deren Eltern über eine gute Ausbildung verfügen, seien betroffen. Hinzu kommt, dass die Gefahr bei Kindern gering qualifizierter Eltern, die zugewandert sind, weder Arbeits- noch Ausbildungsplatz zu finden, viermal so hoch ist wie bei in Österreich geborenen Eltern. Die OECD empfiehlt deshalb Zuwanderer beim Zugang zum Arbeitsmarkt zu unterstützen und spezielle Angebote zu entwickeln.

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