Türkei: Ausgaben pro Haushalt steigen auf 1.000 Euro im Monat

Die monatlichen Ausgaben sind 2011 auf durchschnittlich knapp 1.000 gestiegen, während diese im Jahr 2010 noch 850 Euro betrugen, wie aus den Zahlen des Türkischen Statistik Insituts hervorgeht. Und das, owbohl die Ausgaben in den meisten Bereichen gesunken sind. Vor allem, um die Mobilitätskosten zu decken, mussten die Türken allerdings in diesem Jahr tiefer in die Tasche greifen.

In den Städten liegen die Lebenshaltungskosten mit 1.100 Euro leicht über dem Durchschnitt. Mit 700 Euro monatlichen Ausgaben ist das Leben auf dem Land dagegen am günstigsten in der Türkei. Die Miete und Hauskosten nehmen mit 25,8 Prozent durchschnittlich den größten Anteil der Ausgaben ein. Im vergangenen Jahr mussten die Türken dafür noch 27,1 Prozent der Lebenshaltungskosten aufwenden.

Auch die Ausgaben für Lebensmittel sind den aktuellen Zahlen zufolge gesunken. Während 2010 noch durchschnittlich 21,9 Prozent der Ausgaben für Lebensmittel verwendet wurde, sind es 2011 nur noch 20,7 Prozent gewesen. Ein entscheidender Anstieg ist bei den Mobilitätskosten zu verzeichnen. Während auf diese 2010 15,1 Prozent der Ausgaben fielen, waren es 2011 17,2. Die Zahlen zeigen zudem, dass die Türken offenbar mehr konsumieren und mehr Geld für Urlaub und weitere Aktivitäten ausgeben. Die Ausgaben für Kleidung, Möbel und Sonstiges sind nur leicht angestiegen. Für Hotel- ud Restaurantbesuche gab die Bevölkerung 2010 5,4 und 2011 5,7 Prozent aus.

Beim Vergleich der verschiedenen Einkommensgruppen zeigt sich, dass Menschen mit geringem Einkommen mit knapp 40 Prozent mehr als doppelt so viel Geld für Lebensmittel ausgeben, als jene mit hohem Einkommen, die nur 16 Prozent dafür aufwenden.

Mehr zum Thema:

Steuerabkommen geplant: Türken horten 158 Milliarden Dollar in der Schweiz
Goldreserven der Bürger: Juweliere fühlen sich von türkischen Banken bedroht
Türkei: Zahl der ungedeckten Schecks wächst dramatisch

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.