Deutsch-türkisches Iftar-Essen: Eine echte Premiere am Berliner Leopoldplatz

Unter dem Motto: „Gemeinsames Fastenbrechen“ fand in der vergangenen Woche erstmals ein deutsch-türkisches Iftar-Essen am Leopoldplatz in Berlin-Mitte statt. Unter der Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke luden die Gastgeber Güler und Hüseyin Ünlü vom „Café Leo“ gemeinsam mit dem Bezirksamt Berlin-Mitte zum öffentlichen Fastenbrechen ein.

Beginnend mit der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang gelte: Nichts essen, nichts trinken sowie totale Enthaltsamkeit. „Es fastet wer kann (…) Ältere, Kinder und Kranke müssen nicht fasten. Nur derjenige fastet, der sich stark genug dazu fühlt.“ Denjenigen, denen das zu streng erscheint, entgegnet er: „Es ist niemals ein Verhungern, sondern mehr eine gesunde Diät. Der Ramadan ist für jeden Muslim eine Zeit der inneren Ruhe und des Friedens, in der wir uns verstärkt Allah zuwenden. Man fastet nicht nur mit dem Magen, sondern mit den ganzen Organen. Wenn sich jemand provoziert fühlt, soll er sich nicht aufregen und gar handgreiflich werden. Er soll sagen ‚Ich faste!‘ (…) daher beobachtet man im Ramadan deutlich wenige Kriminaldelikte als an anderen Tagen.“

„Es ist ein Monat voller Dialog.“

Für Muslime, so fährt der Geistliche fort, sei es die Zeit des Vergebens. Man hoffe auf Vergebung für seine Sünden und vergebe auch gerne seinen Mitmenschen, so Kayabasi. Daneben habe das gemeinsame Essen auch eine wichtige Funktion innerhalb der Familie, die mittlerweile sogar wissenschaftlich belegt sei. Im Ramadan kämen dann noch Freunde und Verwandte hinzu. „Es ist ein Monat voller Dialog.“

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