Frei nach zwei Tagen: PKK lässt entführten Abgeordneten wieder laufen

Hüseyin Aygün wurde nach zwei Tagen am Dienstagabend von der PKK wieder freigelassen. Seine Geiselnahme sei „politische Propaganda“ der Terrororganisation gewesen, erklärt er. Über seine Geiselnehmer kann er allerdings nichts Schlechtes sagen.

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„Die jungen Leute, die mich festgehalten haben, sind Kinder dieses Landes und wollten der Öffentlichkeit mit dieser Aktion die Nachricht des Friedens und der Waffenruhe überbringen“, erklärte Aygün nach seiner Freilassung. Er sei gut behandelt worden.

Nachdem Aygün am Sonntag entführt wurde (hier), war nicht klar, aus welchem Grund die Terrororganisation gerade ihn festhielt, denn Aygün hatte sich als Anwalt über Jahre für Kurden in der Region eingesetzt. Der Grund sei gewesen, so Aygün, dass die PKK ihn dazu habe bringen wollen, der Lösung der Kurdenfrage sowie einer Waffenruhe noch entschiedener nachzugehen.

Die Gruppe, die ihn verschleppt hat, habe aus sechs bis sieben Jugendlichen bestanden. Sie hätten ihm zudem gesagt, dass der derzeitige Krieg und ihr bewaffneter Kampf keinen Sinn habe. Ihr größter Wunsch sei es, so hätten sie es ihm erzählt, die Berge zu verlassen und wieder zu ihren Familien zurückzukehren. Bahoz Erdal, ein führender Kommandeur des Terrororganisation, habe schließlich den Befehl zu seiner Freilassung gegeben. Aygün, der sich in Dersim und Umgebung sehr gut auskennt, war zu Fuß in die Stadt zurückgekehrt.

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