Anführer der PYD erklärt sich zum Dialog mit der Türkei bereit

Saleh Mohammed Muslim, Vorsitzender der kurdischen Partiya Yekitîya Demokrat (PYD) in Syrien will mit der Türkei in Dialog treten. Er versicherte, dass es keine Anschläge auf die Türkei aus den Gebieten gebe, die der PYD unterstehen und hofft auf ein Treffen mit dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoğlu.

Saleh Mohammed Muslim, der Anführer der kurdischen Demokratischen Unionspartei (PYD), erklärte, er sei jeder Zeit bereit sich mit dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoğlu zu treffen. Die PYD gilt als der terroristischen PKK nahestehend, bestreitet selbst jedoch eine Verbindung zu der Organisation.

In der Türkei ist man der Ansicht, dass die Machtübernahme kurdischer Gruppen wie der PYD im Norden Syriens, die eigene Sicherheit gefährde. Die PYD hat nun, seit dem Rückzug der Assad-Truppen, die Macht in dieser Region inne. Die Türkei warnte bereits davor, militärisch gegen die PYD vorzugehen (mehr hier). Am Montag, während eines Interviews mit dem internationalen Middle East Peace Research Center, sendete Muslim positive Signale an die Türkei und betonte die Wichtigkeit, einen Dialog zwischen den beiden Parteien herzustellen.

Er forderte zudem von der türkischen Regierung, ihre Vorurteile gegenüber Kurden endlich abzulegen. „Wir haben nie etwas gegen die Türken gehabt. Wir erwarten von der Türkei, dass sie uns zuhört. Die Brüderschaft der zwei Gesellschaften stellt diese Notwendigkeit in den Vordergrund. Aber damit dies geschehen kann, müssen zuerst die alten Einstellungen abgelegt werde“, so Muslim.

Die PYD sei eine der führenden Kräfte innerhalb der syrisch kurdischen Gemeinde und habe keine Verbindung zur PKK. Auf die Frage hin, ob er sich vorstellen könne, dass die PKK in der Lage sei, Anschläge von seinem Territorium aus zu verüben, antwortete er: „Unser Standpunkt in dieser Frage ist eindeutig. Ich garantiere, dass es keine Angriffe bewaffneter Milizen von uns aus auf die Türkei geben wird.“

Einen Sturz Assads sieht Muslim nicht als die beste Lösung für Syrien, denn dadurch wachse die Unsicherheit im Land. „Das Regime war in der Lage sich länger zu halten, als erwartet. Sollte es fallen, wird ganz Syrien kollabieren“, so Muslim weiter.

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