Entführung im Libanon: Der Türke soll zuerst sterben!

Der libanesische Clan, der für die Entführung von mindestens 20 Menschen, darunter syrische und auch ein türkischer Staatsbürger, verantwortlich ist, hat angedroht, den türkischen Geschäftsmann Aydın Tufan Tekin zu töten, falls ihrem verhafteten Familienmitglied in Syrien Schaden zugefügt würde.

„Wenn sie Hasan töten, wird Aydın Tufan Tekin der Erste sein, den wir umbringen“, warnte ein Mitglied des mächtigen Meqdad-Clans gegenüber der libanesischen Zeitung Daily Star. Der Clan hatte bereits angedroht, weitere Menschen zu entführen, woraufhin Saudi Arabien und Katar ihre Konsequenzen zogen und ihren Landsleuten dringend empfahlen das Land zu verlassen. Jetzt, so heißt es, habe man es vor allem auf türkische Staatsbürger und Leute, die mit der Freien Syrischen Armee in Verbindung stünden, abgesehen.

Aydın Tufan Tekin gehört zu einer ganzen Gruppe von Geiseln, die am vergangenen Mittwoch im Zuge eines Vergeltungsaktes entführt wurden. Darüber hinaus warnten die Entführer, dass es weitere Entführungen von Bürgern aus Katar, Saudi Arabien und der Türkei geben werde. Alle drei Länder unterstützen derzeit die syrische Opposition (die Bemühungen der türkischen Regierung den Mann auf diplomatischem Weg frei zu bekommen, sollen bereits auf Hochtouren laufen – mehr hier).

Unterdessen wurde ein neuer Todesfall bekannt. Ein türkischer Staatsbürger kam bei den Unruhen in der einstigen syrischen Handelsmetropole Aleppo ums Leben (erst vor kurzem wurde hier ein türkischer Journalist verwundet – mehr hier). Das berichtete das syrische Staatsfernsehen. Gezeigt wurden Metin Ekincis Personalausweis sowie Beweisaufnahmen von seiner Beerdigung. Ekinci war eines von 23 Opfern, die bei den jüngsten Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und Rebellen ihr Leben verloren. Ekincis Gruppe, so heißt es in den türkischen Medien, sei von einem jordanischen Kommandant angeführt worden und für ein Massaker in der Stadt Al-Bab verantwortlich gewesen.

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