Türkei und Deutschland: Deutsch-Türken fühlen sich hin- und hergerissen:

Die Bereitschaft sich zu integrieren ist bei Deutsch-Türken größtenteils vorhanden, doch ebenso auch die Tendenz sich abzuschotten. Sie sind sich bewusst, dass die deutsche Sprache Grundvoraussetzung für das Zusammenleben in Deutschland ist. Vor allem die junge Generation fühlt sich allerdings wenig akzeptiert und besinnt sich nun wieder auf religiöse Werte, wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht.

Das Meinungsforschungs-Institut INFO GmbH befragte in Deutschland lebende Türken zum Thema Heimat, zu ihrem Verhältnis zur Türkei, zur deutschen Sprache, zu Integrationskursen und Bildung. Es wurden repräsentativ 1011 der 2,7 Millionen Deutsch-Türken befragt.

Die Ergebnisse zeichnen ein durchmischtes Bild mit sowohl positiven wie auch negativen Tendenzen. Insgesamt wird deutlich, wie schwierig es sein kann, auf der einen Seite dazugehören zu wollen und auf der anderen Seite abgelehnt zu werden. Zudem möchte man akzeptiert werden, aber will nicht, dass seine Kultur, Sprache und Religion in Vergessenheit geraten.

Nur 15 Prozent der türkischstämmigen Migranten empfindet Deutschland als seine Heimat, 45 Prozent setzen Deutschland immerhin mit der Türkei gleich. Zum Vergleich: 2009 fühlten sich noch 21 Prozent hier zuhause. Dazu passt auch die Tatsache, dass 45 Prozent ihre Rückkehr in die Türkei planen, meist handelt es sich um Personen zwischen 30 und 49 Jahren. Jedoch planen nur fünf Prozent Deutschland in den nächsten zwei Jahren zu verlassen. Tendenziell stiegen die Rückkehrabsichten, häufig wegen „des Heimataspektes, des besseren Wetters oder um den Ruhestand zu genießen“.

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