Eltern nehmen Anwalt: Berliner Schule eröffnet getrennte Klassen für Deutsche und Ausländer

Getrennte Klassen in einer Grundschule in Kreuzberg – Ein „Skandal“ sagen die Eltern mit Migrationshintergrund. Der Schulleiter gibt zu, dass das ein Fehler war, doch hätten sich deutsche Eltern nur so dazu bereit erklärt, ihre Kinder an der Schule mit hohem Ausländeranteil anzumelden.

Mehrere Eltern haben sich nun zusammengetan, um gegen das Vorgehen der Schule Klage einzureichen. „Die Trennung der Klassen seitens des Schulleiters ist für Deutschland ein Skandal und für die Demokratie beschämend“, erklärten die Eltern der Lenau-Grundschule in Berlin-Kreuzberg. Der Schulleiter Karala Klawuhn habe dafür gesorgt, dass deutsche Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund in verschiedenen Klassen unterrichtet werden.

„Die Kinder mit Migrationshintergrund werden ausgegrenzt“, kritisieren sie weiter. Bei so einer Situation könne man nicht von Chancengleichheit sprechen, sagten sie der Hürriyet. Die Eltern machen sich ernste Sorgen, um die Bildungschancen ihrer Kinder. Klawuhn gab der B.Z. gegenüber nun seinen Fehler zu. Das Problem bestehe jedoch darin, dass deutsche Eltern ihre Kinder aufgrund des hohen Ausländeranteils nicht auf der Schulen anmelden wollten. Die Lösung habe er offenbar darin gesehen, die Kinder von Eltern, die sich zu Gruppen zusammentun in eine Klasse zu tun. Vor allem deutsche Eltern hätten das genutzt, weshalb es zu der Konstellation gekommen sei. „Es war ein Fehler“, sagt er jetzt und bestätigt, dass die Situation alles andere als zufriedenstellend sei.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.