Syrien-Politik: Armenische Terrororganisation ASALA droht der Türkei

Die Armenische Geheimarmee zur Befreiung Armeniens (ASALA) droht die Türkei anzugreifen, falls diese nicht ihre Syrien-Politik ändere. Die terroristische Vereinigung gilt eigentlich bereits seit 1985 als inaktiv.

Die Armenische Geheimarmee zur Befreiung Armeniens (ASALA) hat damit gedroht, die Türkei zu attackieren. Dies soll die Konsequenz einer „direkten oder indirekten Verletzung der Sicherheit“ der armenischen Gemeinde in Syrien sein, das berichtet unter anderem panarmenian.net. ASALA gab bekannt, sie werde „Gegenmaßnahmen“ gegen die Türkei ergreifen, sollte Ankara mit seiner „verschwörerischen und feindlichen“ Politik fortfahren. Um welche es sich dabei konkret handelt, dazu gibt es keine näheren Angaben (Drohungen erhält die Türkei derzeit auch aus dem Libanon – mehr hier).

Von 1975 bis 1986 war die terroristische Vereinigung, die sich selbst jedoch als Guerillagruppe betrachtete, verantwortlich für mehr als 200 Angriffe auf diplomatische aber auch sonstige Einrichtungen in der Türkei (ein Treffen von PKK-Terroristen mit BDP-Abgeordneten sorgt derzeit für Aufsehen – mehr hier). Insgesamt kosteten die Attacken 58 Menschen das Leben. 34 der Opfer waren türkische Diplomaten. ASALA galt bis in die 1980er auch in den USA als terroristische Organisation, wurde dann aber von der Liste genommen, nachdem sie sich offiziell auflöste. Sie gilt bereits seit 1985 inaktiv.

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