Böses Erwachen nach Türkei Urlaub: Britin verliert durch Billig-Tattoo fast ihren Fuß

Durch ein Tattoo, das sich eine 54-jährige Britin während ihres Urlaubs in der Türkei stechen ließ, hätte sie fast ihren rechten Fuß verloren. In einem Tattoo-Studio in Marmaris hatte sie sich für umgerechnet knapp 31 Euro eine mit Sternen und Herzen verzierte Ranke anfertigen lassen. Mit bösen Folgen.

Nur Stunden nach der Prozedur, so berichtet derzeit die Daily Mail, habe sich der Fuß von Susan Fraser entzündet und sei angeschwollen. Die heftigen Schmerzen hätten es der Frau aus Irvine, North Ayrshire, kaum noch ermöglicht zu laufen.

Gleich nach ihrer Landung auf dem Flughafen von Glasgow sei sie mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden. Den gesamten nächsten Monat, so schreibt das Blatt weiter, hätten die Ärzte darauf hin damit zugebracht, den Fuß ihrer Patientin, der von einer tiefen Infektion befallen war, zu retten. Die Mediziner im Crosshouse Hospital in Kilmarnock, Ayrshire, hätten sogar darüber nachgedacht, den Fuß von Susan abzunehmen, nachdem gleich drei verschiedene, intravenöse Antibiotika-Kuren keinerlei Wirkung gezeigt hatten.

Fuß schwoll auf die Größe eines Ballons an

Die Wende brachte erst eine vierte Runde Antibiotika. Mit Schrecken denkt die Supermarktangestellte heute an ihren Urlaub in der Türkei zurück: „Am Ende des Urlaubs hatte er (der Fuß) die Größe eines Ballons und nässte Blut. Es war grauenhaft.“ Nie wieder, so Susan gegenüber den Reportern, würde sie sich im Ausland ein Tattoo stechen lassen. Zu viele Menschen würden das tun, ohne die Risiken zu kennen.

Ihr persönliches Trauma begann bereits am zweiten Tag des insgesamt zweiwöchigen Aufenthalts in der Türkei im vergangenen April (die Türkei wurde von der Welttourismusorganisation auf Platz 6 heraufgestuft – mehr hier). Die Nacht verbrachte sie mit ihrem entzündeten Fuß unter der Dusche. Als dann schließlich Blut und Eiter austraten, ging Susan erneut zu ihrem Tätowierer. Dort wurde der zweifachen Mutter allerdings vorgeworfen, selbst schuld an der Misere zu sein. Sie müsse mit dem Fuß im Salzwasser gewesen sein, so die These. Doch die Britin gab an, nicht einmal einen Badeanzug mit zu haben, schwimmen würde sie nie. Also suchte der Tätowierer weiter nach Gründen. Als nächstes zog er die Sandalen der Frau in Betracht. Doch diese berührten die bearbeitete Stelle nicht einmal.

Gründe für Infektion des Fußes liegen im Dunkeln

Susan Fraser erschien die Sache langsam verdächtig. Die eigentlichen Qualen begannen jedoch erst zuhause. Dass die Amputation ihres Fußes zur Debatte stand, war für sie der blanke Horror. Ihr Vater hatte bereits ein Bein bei einem Unfall verloren. Was das bedeutete, das wusste sie also ganz genau. Für Fraser ist die Sache am Ende noch einmal gut ausgegangen. Wo letztlich die tatsächlichen Gründe für die hartnäckige Entzündung ihres Fußes lagen, wurde in den britischen Medien allerdings nicht abschließend geklärt. In Frage kommen hier nämlich durchaus mehrere Faktoren. Zum einen kann es natürlich tatsächlich sein, dass der betreffende Tätowierer unsauber gearbeitet und die Wunde anschließend nicht richtig erstversorgt hatte. Doch auch Fehler bei der späteren Pflege durch die Britin selbst kämen in Betracht, zum Beispiel das falsche Abnehmen des Verbands, starke Sonneneinstrahlung (die Türkei ächzt unter einer Hitzewelle – mehr hier), Verzicht auf desinfizierende Reinigungen und die richtige Wundversorgung. Vielleicht lag dem Drama aber auch schlicht ein massives Verständigungsproblem zu Grunde.

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