Gesundheitliche Probleme: Abdullah Gül bricht Visite in Kirgisistan ab

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül kehrt frühzeitig von seinem Besuch in Kirgisistan zurück. Grund sind erneut auftretende Beschwerden am Ohr. Bereits an diesem Nachmittag wird Gül in Ankara erwartet.

Bevor Abdullah Gül die vorzeitige Heimreise antritt, werde er sich allerdings noch mit dem kirgisischen Präsidenten Almasbek Atambajew treffen. Auch eine Zusammenkunft mit Delegationen beider Länder, so berichtet die türkische Hürriyet, stünde vor dem Verlassen der kirgisischen Hauptstadt Bischkek noch auf dem Programm. An der Eröffnungszeremonie des zweiten Treffens des „Cooperation Council of Turkic Speaking States“ (CCTS) hatte Gül noch teilgenommen.

Bereits vor einigen Wochen sah sich der Präsident gezwungen, eine für den 30. Juni angesetzte Reise nach Lettland zu verschieben. Zu jener Zeit hatte ihm sein Arzt vom Fliegen abgeraten, nachdem er auch schon damals unter wiederholten Beschwerden am Ohr litt.

Im Jahr 2006 unterzog sich Gül einer Operation am Innenohr. Eine Infektion der Atemwege hatte sich auf die Gehörgänge ausgebreitet. Der Verlust des Gehörs drohte. Im Zuge der OP, die er in der Medizinischen Militärakademie Gülhane (GATA) durchführen ließ (der Premier hatte die Einrichtung vier Jahre lang boykottiert – mehr hier), musste der Präsident bereits vor sechs Jahren eine viertägige Reise in die USA absagen (am Rande des jüngsten NATO-Gipfels in den USA traf er sich auch mit türkischen NBA-Stars – mehr hier).

Der CCTS wurde im Jahr 2009 auf Initiative von Präsident Nursultan Nasarbajew gegründet. Die Organisation umfasst Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan und Türkei. Zwei weitere Turkstaaten – Usbekistan und Turkmenistan – sind keine Mitglieder. Der erste Gipfel fand in Almaty im Oktober 2011 statt.

Mehr zum Thema:

Präsident Gül: Regimewechsel in Syrien muss sofort erfolgen!
Massaker von Uludere: Keine Strafverfolgung von Gül und Erdoğan
Opposition scheitert vor Verfassungsgericht: Staatspräsident Gül bleibt bis 2014 im Amt

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.