Zurechnungsfähig: Massenmörder Breivik bekommt 21 Jahre

Jetzt steht es fest: Der norwegische Massenmörder Breivik wurde zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. Genau das hatte das Volk gefordert. Er sollte für seine Taten zur Verantwortung gezogen werden. Doch auch er triumphiert. Denn vom Gericht nicht zurechnungsfähig erklärt zu werden, wäre für ihn „schlimmer als der Tod“ gewesen.

Am Freitag verkündete das norwegische Gericht das Urteil, auf das die Welt seit mehr als einem Jahr wartet. Anders Behring Breivik wir für zurechnungsfähig erklärt und muss nun für 21 Jahre hinter Gitter. Darauf folgt die Sicherheitsverwahrung wegen Terrorismus und mehrfachen Mordes. Breivik, der den Gerichtssaal, dem „Focus“ zufolge, angespannt betreten hatte, sei nach der Verkündung durch Richterin Antzen erleichtert gewesen und habe „zufrieden gelächelt“. Er hatte die Tat gestanden, aber bis zuletzt angegeben, sie nicht zu bereuen. Für unzurechnungsfähig erklärt zu werden, wäre für ihn „schlimmer als der Tod“ gewesen.

Die Norweger wünschen sich mehr als alles andere, dass Breivik nie wieder auf freien Fuß kommt. Allerdings ist ihnen auch wichtig, dass er sich für das Massaker verantworten muss. In einer Umfrage eines Osloer Wochenmagazins hatte ihn auch der Großteil der befragten 66 Experten für schuldfähig gehalten.

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