Peter-Weiss-Preis: Deutsch-türkischer Regisseur Fatih Akın erhält Kulturauszeichnung

Der deutsch-türkische Regisseur Fatih Akın, bekannt durch den Spielfilm "Gegen die Wand", wurde mit dem Peter-Weiss-Preis ausgezeichnet. Begründet wurde die Auszeichnung damit, dass Akın ganz im Sinne des deutschen Künstlers Peter Weiss die Aufmerksamkeit auf, für ein Land bedeutsame, Situationen zu lenken verstehe.

Der deutsch-türkische Filmregisseur Fatih Akın wurde mit dem renommierten Peter-Weiss-Preis ausgezeichnet. Die Verleihung ist auf Ende November angesetzt. Die Jury gab an, Akın teile die oppositionelle Einstellung des deutschen Schriftstellers und Filmproduzenten Peter Weiss zu politischen und sozialen Situationen. Er sei ein Künstler, dessen Arbeiten die Aufmerksamkeit auf Probleme im Heimatland lenken würden.

Der Peter-Weiss-Preis wird alle zwei Jahre an Persönlichkeiten aus Theater, Kunst, Literatur und Film vergeben.

Fatih Akın wurde für seinen vierten Spielfilm „Gegen die Wand“ mit Birol Ünel und Sibel Kekilli als Hauptdarsteller mit dem Goldenen Bären, dem Deutschen Filmpreis und dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet, welche ihn auch international bekannt werden ließen.

Auch der Dokumentarfilm „Crossing the Bridge“ über die Vielfalt der Istanbuler Musikszene stammt von Akın.

Sein neustes Filmprojekt „Müll im Garten Eden“ ist ein Dokumentarfilm über eine Mülldeponie im Heimatdorf seiner Großeltern in der Türkei. Die Entstehung begann bereits 2007, noch während die Dreharbeiten zum Film „Auf der anderen Seite“ liefen. 2012 wurde „Müll im Garten Eden“ als Sonderaufführung auf dem 65. Filmfestival von Cannes gezeigt (derweil beschreitet Kollege Kutluğ Ataman neue Wege – mehr hier).

Der gebürtige Deutsche, dessen Eltern aus der Türkei kommen, wohnt zusammen mit seiner Frau, einer Deutsch-Mexikanerin und seinem Sohn in Hamburg. In seiner Freizeit legt er in Szene-Kneipen als „DJ Superdjango“ Platten auf.

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