Deutschland lockert Visa-Bestimmungen: Türken müssen nicht mehr persönlich vorsprechen

Das Antragsverfahren für Visa wird ab kommenden Montag maßgeblich erleichtert. Antragssteller müssen nicht mehr wie bisher persönlich erscheinen und mehrere Visa-Zentren eröffnen in der Türkei. Für den deutschen Botschafter in der Türkei, Eberhard Pohl, werden damit die türkisch-deutschen Beziehungen verbessert.

Die Deutsche Botschaft in Ankara gab am Donnerstag auf ihrer Internetpräsenz bekannt, dass türkische Staatsbürger für einen Visumsantrag nicht mehr wie bisher persönlich erscheinen müssen. Ab kommenden Montag können Türken ihre Visa-Anträge für den Schengen-Raum bei der Firma iDATA einreichen. Filialen werden zu diesem Zweck in Ankara, Istanbul, Bursa und Gaziantep eröffnet. Ab Oktober sollen zudem welche in Antalya und Izmir folgen. Dabei muss noch nicht einmal der Antragssteller selbst vor Ort sein. Er kann sich von jemand anderem vertreten lassen. Erst in bestimmten Fällen, kann der eigentliche Antragssteller zu einem persönlichen Gespräch gebeten werden.

Bisher mussten Antragssteller von ihrem Wohnorten anreisen, um meist mehrere Stunden Wartezeit in Kauf nehmen. Aufgrund der engen Handelsbeziehungen sowie der familiären Vernetzungen ist die Zahl der Antragssteller in der Türkei besonders hoch. Der deutsche Botschafter in der Türkei, Eberhard Pohl, erklärte, er sei erfreut über die große Erleichterung, die dadurch geschaffen werde. „Das beudeutet für Menschen in der Türkei und sogar in Deutschland konkrete Unterstützung. Die mit dem Verfahren beabsichtigte Verbesserung der Beziehungen wird dadurch noch weiter gefördert“, so Pohl weiter.

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