UN bleibt skeptisch: Türkei besteht auf Sicherheitszone für Syrien

Bisher ist es noch zu keiner Übereinkunft im UN Sicherheitsrat gekommen. Die Militäraktion, die mit der Errichtung einer Sicherheitszone auf syrischem Boden einhergehen würde, wird kontrovers diskutiert. Der türkische Außenminister Davutoğlu ruft die internationale Gemeinschaft auf, endlich zu handeln.

Dem UN Sicherheitsrat ist es bisher nicht gelungen, sich auf eine Lösung bezüglich der syrischen Flüchtlinge zu einigen. Die Türkei werde jedoch weiterhin ihre diplomatischen Bemühungen forstsetzen, um die Flüchtlinge auch auf syrischem Boden verteidigen zu können, erklärte ein türkischer Diplomat der Nachrichtenagentur AFP. Man werde keine Flüchtlinge abweisen, sondern Maßnahmen ergreifen und das Problem angehen.

Die Türkei werde jedoch auch nicht aufhören, die internationale Gemeinschaft dazu aufzufordern, etwas zu unternehmen. Dies sei keine Situation, die die Türkei alleine ohne internationale Hilfe bewältigen könne. Am Donnerstag hatte die Türkei die Weltmächte aufgefordert, ein Flüchtlingslager innerhalb Syriens zu schaffen, um den massiven Flüchtlingsstrom aus dem Land zu bewältigen (mehr hier).

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu versteht die Zurückhaltung des UN Sicherheitsrat nicht. Er erklärte, der Rat müsse „ohne Verzögerung“ eine Sicherheitszone in Syrien errichten und wies darauf hin, dass sich bereits über 80.000 Flüchtlinge in der Türkei befänden und täglich mehr als 4.000 folgen.

„Wie lange werden wir hier noch sitzen und zuschauen wie eine ganze Generation durch Bomben und gezielte Massenvernichtung ausgelöscht wird?“, so Davutoğlu zur mangelnden Entscheidungsfährigkeit des UN Sicherheitsrates. „Wir sollten nicht vergessen, dass wir, wenn wir jetzt nicht handeln und sich solch ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor unseren Augen abspielt, Komplizen dieses Verbrechens werden“, appelierte Davutoğlu weiter.

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