Unruhen in Şırnak: Zehn Soldaten und 20 PKK Anhänger sterben

Der Terror in der Türkei hat in der vergangenen Nacht neue Todesopfer gefordert. Bei Anschlägen, die derzeit der Terrororganisation PKK zugeschrieben werden, starben in der südosttürkischen Provinz Şırnak zehn Soldaten. Sieben weitere wurden verletzt.

Türkischen Medienberichten zufolge habe die PKK zahlreiche Angriffe auf Militärbasen im Distrikt Beytüşşebap gestartet. Die Angreifer, so erklärt der Gouverneur von Şırnak, Vahdettin Özkan, hätten die Standorte gegen 22 Uhr am Abend mit mit Panzerfäusten (RPG) und Sturmgewehren attackiert. Darauf hin sei es zu einem Gefecht gekommen als die Soldaten das Feuer erwidert hätten (erst vor einigen Tagen starben türkische Soldaten im Gefecht mit der PKK – mehr hier).

Zunächst seien neun Soldaten getötet und acht weitere bei den Auseinandersetzungen verwundet worden, vier von ihnen schwer. Ein Soldat, der schwerste Verletzungen davongetragen hatte, verstarb laut Angaben der Nachrichtenagentur Anatolia später im Militärkrankenhaus von Şırnak.

Wie die AFP berichtet, sprächen lokale Quellen derzeit von 20 getöteten PKK-Anhängern. Welche Militärbasen genau angegriffen wurden, darüber geben die Berichte allerdings keinen Aufschluss. Die sterblichen Überreste der getöteten Soldaten wurden an diesem Montag via Helikopter nach Diyarbakır gebracht. Später geht es weiter in die Heimatgemeinden der Toten, wo sie auch bestattet werden.

Kampf gegen den Terror: Kein Strategiewechsel

Erst in der vergangenen Woche wurden Empfindungen der türkischen Bevölkerung zurückgewiesen, die PKK fahre neuerdings mehr Attacken als sonst (in den schwersten Gefechten seit Jahren starben gut 130 Menschen – mehr hier). „Es sind nicht mehr Terroranschläge, sondern es gibt mehr Propaganda durch die terroristischen Organisationen über diese Attacken. Schaut man genau hin, sieht man, dass sich die Menge der Anschläge fortsetzt, aber das lässt sich nicht als Anstieg bewerten“, analysierte ein leitender Beamter am vergangenen Mittwoch gegenüber der türkischen Tageszeitung Hürriyet die aktuelle Situation. Zu dieser Schlussfolgerung war auch der Nationale Sicherheitsrat (MGK) in einem jüngsten Treffen gekommen. Einig ist man sich jedoch darin, dass die Terrororganisation die Anschläge nun intensiver zu Propagandazwecken ausschlachte (die Türkei will ihre Strategie im Kampf gegen den Terror nicht ändern – mehr hier).

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