Nach dem Drama am Mount Everest: Shimon Peres zeichnet Bergsteiger Nadav Ben-Yehuda aus

Im vergangenen Mai sorgte die Geschichte eines israelischen Bergsteigers für Aufsehen, der unter Einsatz seines Lebens einen türkischen Kollegen vom Mount Everest rettete. Am vergangenen Dienstag wurde Nadav Ben-Yehuda nun vom israelischen Präsidenten Shimon Peres mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.

Nadav Ben-Yehuda war dem Gipfel so nah – nur noch 300 Meter, dann hätte sich der 24-Jährige seinen Lebenstraum erfüllen können. Er wäre der jüngste Israeli gewesen, der jemals den Gipfel des Mount Everest erklommen hätte. Doch dann kam alles anders, die Menschlichkeit siegte und er rettete dem 46-jährigen Aydın Irmak das Leben (an einigen Toten war er bereits vorbeigekommen – mehr hier).

Das war am 19. Mai: Und für den israelischen Präsidenten Shimon Peres Grund genug, den jungen Mann nun am vergangenen Dienstag mit der Tapferkeitsmedaille auszuzeichnen. Das teilte das Israelische Konsulat in Istanbul mit.

Nadav Ben-Yehudas Geschichte bahnte sich vor einigen Monaten ihren Weg durch die internationalen Gazetten. Der derzeit in New York lebende junge Mann, davon ist auch Peres überzeugt, hat Außergewöhnliches geleistet. Nadav habe nicht nur ein persönliches Opfer gebracht, sondern auch sein eigenes Leben aufs Spiel gesetzt, um seinem türkischen Bergsteigerkollegen hoch oben auf dem Mount Everest zu helfen.

Nadav Ben-Yehuda: Vorbild für israelische Jugend

„Ich überreiche ihnen die Auszeichnung mit großem Stolz und Heiterkeit“, so der Präsident an seinen jungen Landsmann. Er, so fährt er fort, sei ein leuchtendes Vorbild für die israelische Jugend. „Sie haben nicht nur die Handschuhe ausgezogen, sondern auch ihr Leben riskiert. Wir sind begeistert, sie hier zu sehen, (…), human und sehr mutig – Vielen Dank.“

Bereits Ende Mai wurde Nadav mitgeteilt, dass er für seinen Rettungseinsatz ausgezeichnet werden soll. Doch das widerstrebte Nadav Ben-Yehuda zunächst völlig. Er soll er sogar versucht haben, die Behörden davon abzuhalten. Er selbst war der Ansicht, dass seine Tat gar nicht so bedeutend gewesen wäre als dass man ihm dafür eine Tapferkeitsmedaille verleihen müsste (andere Menschen, so der junge Mann, hätten viel Bedeutenderes geleistet – mehr hier).

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