Hungerstreik: Aktivisten protestieren in der Türkei gegen Assad-Regime

Die internationale Gemeinschaft scheint in Anbetracht der Vorgänge in Syrien wie gelähmt. Die Gegner des amtierenden Machthabers Baschar al-Assad auf der anderen Seite sind jedoch unfähig, sich zu einen. Eine Gruppe von Aktivisten ist jetzt in den Hungerstreik getreten, um gegen die prekäre Situation zu protestieren.

Die Gruppe, so berichtet Reuters, bestehe aus Syrern und Aktivisten anderer Nationalitäten. Ihren Hungerstreik hätten sie bereits Ende August in der Türkei begonnen. Seither habe sich ihr Ansinnen jedoch weiter ausgebreitet und fände mittlerweile Anhänger in Frankreich, den Vereinigten Staaten und in Jordanien. Wo sich die Aktivisten genau aufhalten, das gibt Reuters allerdings nicht bekannt.

Derzeit sollen sich über 40 Personen im Hungerstreik befinden. Zwölf weitere sollen noch dazu kommen. Das Ziel der Protestierenden: Der Internationale Strafgerichtshof solle ein Verfahren gegen Baschar al-Assad eröffnen, EU-Mitgliedsstaaten alle diplomatischen Missionen in Syrien schließen und Ägypten die Zufahrt aller Schiffe über den Suez Kanal unterbinden, die vermeintlich Rüstungsgüter an das syrische Regime liefern.

Internationale Gemeinschaft gibt sich gleichgültig

Ahmed Naji, Sprecher der Gruppe, warnt gegenüber Reuters, dass man sich augenblicklich in einer hochsensiblen Phase befinde. Nun brauche man die Unterstützung der Regierungen und der Menschen auf der ganzen Welt (erst am vergangenen Dienstag forderte Abdelbaset Sieda, Vorsitzender des oppositionellen Syrischen Nationalrats (SNC), einen Marshall Plan für Syrien – mehr hier). „All diese Verbrechen sind mit der Gleichgültigkeit der internationalen Gemeinschaft abgelaufen“, so Naji, der im vergangenen Juli über Jordanien nach Paris geflohen war.

Organisiert seien die Aktivisten vor allem über Soziale Medien. Ihre Forderungen, so heißt es, müssten bis zum 20. September dieses Jahres erfüllt werden. Andernfalls werde man die Aktivitäen intensivieren. Schon jetzt hätten sich, laut Naji, weitere Menschen aus Syrien und anderen Nationen bei ihnen gemeldet und angekündigt mit in den Streik treten zu wollen. Es gäbe zudem Pläne, Camps an bekannten öffentlichen Plätzen einzurichten, um so weitere Aufmerksamkeit zu erzeugen (unterdessen rüstet sich die Türkei für weitere Flüchtlinge – mehr hier).

Die Flüchtlingsströme aus Syrien schwellen derzeit weiter rapide an:

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