Traumziel Antalya: Deutschen Touristen überrunden Gäste aus Russland

Wie aktuelle Zahlen des Verbands der Hoteliers der Türkischen Riviera (AKTOB) aufzeigen, kamen in den ersten acht Monaten des Jahres 2012 insgesamt 2,9 Prozent weniger ausländische Touristen nach Antalya. Auch die Zusammensetzung der Nationalitäten hat sich verändert.

Nach Angaben der AKTOB seien im vergangenen Jahr 7,569,000 Besucherinnen und Besucher in die türkische Touristenhochburg Antalya gereist. Im Jahr 2012 waren es nur noch 7,346,000, was einem Rückgang von 2,9 Prozent entspricht. Das berichtet aktuell die türkische Zeitung Sabah.

Interessant auch die Entwicklug innerhalb des Touristenstroms: So sei die Anzahl russischer Gäste, die in Antalya derzeit den Hauptanteil ausmachten, in diesem Jahr ebenfalls um 1,5 Prozent eingebrochen. Aus Russland kamen demnach in 2012 2,109,000 in den Südwesten der Türkei. In den ersten acht Monaten des Vorjahres lag ihr Anteil noch bei 2,140,000 Besucherinnen und Besuchern (für Unmut sorgte die Sperrung des russischen Netzwerks vkontakte – mehr hier).

Deutsche Reisefreudigkeit legte um vier Prozent zu

Anders hat sich die Belegung bei den deutschen Touristen, die ebenfalls ein wichtiges Standbein der hiesigen Tourismusindustrie sind, entwickelt. Ihre Reisefreudigkeit legte in diesem Jahr bisher um vier Prozent zu. Kamen im vergangenen Jahr 1,750,000 Deutsche in das bekannte türkische Urlaubsparadies, sind es dieses Jahr bereits 1,819,000.

Doch nicht nur russische Touristen sind in 2012 ferngeblieben. Insgesamt verzeichnete der Verband auch weniger Gäste aus Holland, Schweden, Ukraine, Frankreich, Österreich, Polen und Dänemark. Mitunter am deutlichsten zeigt sich der Einbruch bei den Touristen aus Großbritannien. Galt das Land im vergangenen Jahr noch als aufstrebende Zielgruppe, verringerte sich die Gästezahl aus dem Vereinigten Königreich im Jahr 2012 um satte 12,5 Prozent auf gerade einmal 292,000 Personen. Doch es geht noch krasser: Die Anzahl der Besucher aus dem Iran rutschte um 45 Prozent auf 60,000 Touristen ab. Neben den Iranern gehören Frankreich, Polen, England, Ukraine und Rumänien zu den Nationen, die die höchsten Einbrüche bei Reisen nach Antalya zu verzeichnen haben, während der Ort bei Touristen aus Kasachstan, Schweiz, Norwegen, Deutschland und Belgien an Beliebtheit zulegen konnte (aus Israel hätte Premier Erdogan hingegen am liebsten gar keine Touristen – mehr hier).

Besucherzahlen der Türkei um gut zwei Prozent abgesunken

Der rückläufige Trend in Antalya wurde bereits vor gut eineinhalb Monaten auch durch das Ministerium für Kultur und Tourismus mit Zahlen in Bezug auf die gesamte Türkei bestätigt. Wie das Ministerium Ende Juli bekannt gab, hatte die Zahl der ausländischen Gäste in der Türkei in den ersten sechs Monaten des Jahres 2012 einen leichten Rückgang erfahren. Bis dato waren knapp über 12,7 Millionen Gäste eingetroffen, was einem Einbruch von gut zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Anders als für Antalya sah die Nationenzusammensetzung in der Gesamtbetrachtung genau umgekehrt aus: In der ersten Hälfte des Jahres, so hieß es damals, waren es vor allem die Deutschen, die in die Türkei kamen. Sie stellten die größte Besuchergruppe. Im Juni wurden sie dann jedoch von den russischen Touristen abgelöst.

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