60 Tote: Flüchtlingsboot sinkt vor türkischer Küste

An diesem Donnerstag ist es zu einem Drama an der türkischen Ägäis-Küste gekommen. Ein Boot mit rund 100 Flüchtlingen an Bord, denen Schmuggler eine Zukunft in Europa versprochen hatten, sank, nachdem es mit einem Felsen kollidierte. 60 Menschen sind nahe der Stadt Ahmetbeyli in der Provinz İzmir ertrunken.

45 Überlebende, die meisten davon aus dem Irak und Syrien (in der Türkei wird derzeit mit einem Hungerstreik auf ihre Situation aufmerksam gemacht – mehr hier), konnten sich schwimmend ans nur gut 50 Meter entfernte Ufer retten. Zwei weitere, so heißt es derzeit in den türkischen Medien, seien von Rettungskräften aus dem Wasser gezogen worden. Zwei Personen – der Kapitän des Bootes und sein Assistent – sollen im Zusammenhang mit dem tödlichen Zwischenfall festgenommen worden sein.

Taucher suchen nach eingeschlossenen Flüchtlingen

Nach Angaben der Überlebenden, seien nicht wenige unter Deck des Schiffes gefangen gewesen. An Bord hätten sich viele Frauen und Kinder befunden. Nun, so heißt es weiter, seien Taucher eingesetzt worden, um ihre Körper zu bergen.

Ersten Berichten zufolge soll die Gruppe auf dem Weg in Hotels in İzmir gewesen sein, von wo aus sie von Schmugglern nach Großbritannien gebracht werden sollten. Wie das Gouverneursbüro von İzmir inzwische mitteilt, haben insgesamt 46 Personen das Unglück überlebt. Die Zahl von 60 Toten wurde bestätigt (immer wieder kommt es in der Türkei zu Schiffsunglücken. In Erinnerung auch der Vorfall rund um einen Frachter aus Kambodscha – mehr hier).

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