US-Wahlkampf: Amerikaner türkischer Herkunft setzen sich für Obama ein

Der US-amerikanische Wahlkampf geht in die heiße Phase. Nun haben auch Mitglieder der türkisch-amerikanischen Gemeinde ein Zeichen gesetzt. Am vergangenen Mittwoch richteten sie in Charlotte, North Carolina, ein Essen aus, um die Wiederwahl des amtierenden US-Präsident Barack Obama zu unterstüzten.

Das Mittagessen wurde von den beiden türkisch-amerikanischen Geschäftsleuten  Edip Pektaş und Burak Yeneroğlu im brasilianischen Steakhaus Chima in der Stadtmitte ausgerichtet. Unter den anwesenden Gästen sollen sich türkischen Medienberichten zufolge sowohl Vertreter auf Bundes-, Landes-und Kommunalebene sowie Gemeindevorsteher befunden haben.

Im Rahmen seiner Begrüßungsansprache stellte Pektaş heraus, dass dieses Essen am Rande eines politischen Wahlkampfs und ausgerichtet von Mitgliedern der türkisch-amerikanischen Gemeinde, das erste seiner Art gewesen wäre. Auch Robert P. Casey, US-Senator für Pennsylvania, betonte: „Es ist sehr wichtig für die türkische-amerikanische wie für jede andere Gemeinde, sich aktiv in der amerikanischen Politik zu engagieren.“ Das stärke nicht nur das Bündnis zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten, sondern käme auch den geschäftlichen Verbindungen zugute (noch immer gehören Muslime in den USA allerdings zu den unbeliebtesten Minderheiten – mehr hier).

Türkisch-amerikanische Gemeinde wertvoller Teil der Gesellschaft

US-Kongressabgeordneter Mike Doyle, der erst kürzlich von einem Türkeiurlaub zurückkehrte, erinnerte in seiner Ansprache daran, dass vor noch nicht allzu langer Zeit eine Städtepartnerschaft zwischen Pittsburgh und der türkischen Stadt Gaziantep unterzeichnet worden sei. Lobend äußerte sich der US-Politik auch über die herzliche Gastfreundschaft des türkischen Volkes und deren Unternehmergeist. Doch auch in den USA, davon ist US-Kongressabgeordnete Keith Ellison überzeugt, brächten sich die Mitglieder der türkisch-amerikanischen Gemeinde gewinnbringend ein. Positiv hob sie etwa den Einfluss der Menschen auf das amerikanische Bildungssystem hervor.

Viele Referenten berichteten an diesem Mittag von ihren Interaktionen und positiven Erfahrungen mit der türkisch-amerikanischen Gemeinde in ihren Heimatländern. Diejenigen, die die Türkei bereits besucht hatten, tauschten ihre Erinnerungen aus und hatten im Rahmen des gemeinsamen Essens weitere Gelegenheit, ihre Eindrücke zu vertiefen.

Sympathiewerte für Obama auch in der Türkei gestiegen

Wie gut die Stimmung unter den Türken in der Türkei hinsichtlich des amtierenden US-Präsidenten aktuell ist, zeigte bereits eine im vergangenen Juni veröffentlichte Umfrage des Pew Researd Center. Diese verdeutlichte, dass das Vertrauen der Türken in US-Präsident Obama wieder steige. Im Vergleich zu 2011, so das Fazit, hatte es sich sogar verdoppelt. Allerdings sind die Werte nach wie vor nicht besonders hoch: Denn trotz Aufwärtstrend sind das immer noch nur ein Viertel der türkischen Gesellschaft. In Deutschland zeigten sich dagegen ganze 87 Prozent von Obamas Führungsqualitäten überzeugt. Die Sicht der Türken auf Merkel ist allerdings umso schlechter. Nur zwölf Prozent der Türkei vertraut in ihre Politik in Weltfragen (Im Gegensatz zu George W. Bush genießt Obama allerdings ein sehr gutes Ansehen in der Türkei – mehr hier).

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