Türkei: G-7 Länder verlieren an Einfluss

Die Finanzkrise hat die die Wirtschaftsmacht der G-7-Staaten stark geschädigt. Eine Erholung der Situation ist noch nicht in Sicht. Es sei offensichtlich, dass sich deshalb auch der Einfluss der größten Industrienationen verringere, so der türkische Vize-Premier Ali Babacan.

Die G-7 Gipfeltreffen haben an Einfluss verloren, meint der türkische Vize-Premier Ali Babacan. Beim Treffen der „Asian Stock Exchanges Istanbul“ erklärte er: „Der G-7-Mechanismus war sehr effektiv, aber jetzt sehen wir, dass die G-20 die G-7 übertreffen. Wenn die G-7-Staaten zusammenkommen, haben sie nicht mehr die alte represäntative Macht von früher. Nichtsdestotrotz kann man einen sehr effektiven Entscheidungsprozess erkennen, wenn die 20 Länder gemeinsam an einem Tisch sitzen.“

Wirtschaftskraft verschiebt sich von West nach Ost

Wirtschaftlich gesehen gewinnen Schwellenländer immer mehr an Einfluss. Die OECD gab erst am Donnerstag bekannt, dass die Wachstumsprognose der G-7 insgesamt 1,4 Prozent beträgt. Vor allem die europäischen Länder seien der Grund für das niedrige Wachstum. Für die USA wurde die Prognose von 2,4 auf 2,3 Prozent korrigiert. Gemeinsam machen die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer mehr als 80 Prozent des weltweiten BIP aus.

Demnach würden Schwellenländer eine immer größere Rolle in der globalen Finanz- und Wirtschaftspolitik spielen, so Babacan (Polen und die Türkei gelten als die „Tiger Europas“ – mehr hier). So verschiebe sich die Wirtschaftskraft allmählich vom Westen in den Osten, von den Industrieländern zu den Schwellenländern. Die Finanzkrise habe diese Entwicklung beschleunigt (der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan will bei den HIlfszahlungen im Zuge der Krise nicht abseits stehen – mehr hier).

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