WM-Quali: Türkei muss gegen die Niederlande ran

In ihrem ersten Spiel in der Qualifikation für die WM 2014 muss die türkische Fußball-Nationalmannschaft an diesem Freitag gleich gegen die Gruppenfavoriten aus den Niederlanden auflaufen. Fenerbahçe-Star Dirk Kuyt ist sich aber sicher: Die Türkei ist nicht zu unterschätzen.

Die Türkei ist gemeinsam mit den Niederlanden, Rumänien, Ungarn, Estland und Andorra in Gruppe D des Wettbewerbs. Schon jetzt wird jedoch davon ausgegangen, dass die „Oranjes“ diese Phase als Gruppensieger abschließen. Das Rennen um Platz zwei könnte jedoch eng werden: Hier kommen gleich drei Mannschaften, nämlich die Türkei, Rumänien und Ungarn, in Frage.

Trainer Abdullah Avcı gibt sich dennoch zuversichtlich (ein Testspiel gegen Österreich ging jedoch bereits daneben – mehr hier). Das Ziel der Mannschaft sei es ganz klar Gruppenerster zu werden. Das Team wolle einen guten Start hinlegen. Umso wichtiger für die Moral erscheint daher das Spiel an diesem Freitagabend. Wenn sie es tatsächlich schaffen sollten und drei Punkte gegen die favorisierten Holländer einfahren, dann stünde die Mannschaft immerhin schon mit einem Fuß in der brasilianischen Tür für 2014.

WM und EM: Türken waren zuletzt nur Zaungäste

Träume, wie sie Avcı  hegt, sind zwar erlaubt, einfach wird dieses Vorhaben aber bei weitem nicht. Immerhin, die Holländer scheiterten in Südafrika 2010 erst im Finale gegen Europameister Spanien. Die Türkei hingegen schaffte noch nicht einmal die Qualifikation (die Konsequenz: die Türkei will ausländische Spieler in der SüperLig reduzieren – mehr hier). Im Rahmen der UEFA-Europameisterschaft in diesem Sommer schnitten die Holländer hingegen nicht ganz so gut ab und landeten auf Rang 15. Doch auch hier waren die Türken nur Zaungäste.

Die „Oranjes“ rangieren derzeit auf Platz acht in der Welt. Die Mannschaft ziert sich mit Namen wie Wesley Sneijder, Robin van Persie und Fenerbahçe-Star Dirk Kuyt (er unterschrieb erst im vergangenen Juni – mehr hier). Zum Vergleich: Die türkische Mannschaft hat es bereits seit 2008 schwer den Kopf über Wasser zu halten. Mittlerweile ist das Team sogar auf Rang 30 abgerutscht. Scheitert die türkische Mannschaft in dieser WM erneut, so könnte am Ende auch Avcıs Position, der es mit einem immer älter werdenden Kernteam zu tun hat, in die Kritik geraten.

Dirk Kuyt bricht Lanze für das türkische Nationalteam

Derzeit scheint die Aufgabe für die türkische Mannschaft kaum zu bewältigen. Doch gerade der Fußball ist nicht selten für die ein oder andere Überaschung gut. „Wir müssen positiv an die Sache herangehen“, bestärkt Avcı noch einmal das Team und seine Fans für das Match in der Amsterdam Arena. Und auch Kuyt gibt sich zuversichtlich. Bereits Anfang der Woche erklärte er gegenüber De Telegraaf: „Die Türkei hat eine starke Mannschaft. Während der Spiele, die ich bisher mit Fenerbahçe absolviert habe, habe ich gelernt, dass die Türken mit ihrem ganzen Herzen spielen. In ihrem Spiel gibt es eine Menge Emotionen. Das macht den türkischen Fußball aus.“

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