Transanatolia Rally: Türkischer Fahrer Kemal Merkit tödlich verunglückt

Die noch junge Transanatolia Rally wurde nun gleich von einem doppelten Unglücksfall überschattet. Sowohl der als „Desert Tiger“ bekannte türkische Fahrer Kemal Merkit als auch sein niederländischer Konkurrent Wouter Vaarkamp kamen an diesem Freitag bei einem Unfall auf der Strecke ums Leben.

Wie die türkische Zeitung Hürriyet berichtet, ereignete sich das Unglück an diesem Freitag, dem dritten Renntag, gegen neun Uhr am Morgen, als der 19-jährige Vaarkamp den 52-jährigen Merkit erwischte, als dieser gerade angehalten hatte, um dem Italiener Mirco Miotto zu helfen. Sowohl der Niederländer als auch der Türke starben, Miotto wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Nach dem Unfall wurde die Rally abgesagt.

Kemal Merkit war der erste türkische Fahrer, der im Jahr 2000 an der Rally Paris-Dakar teilgenommen hatte. Er war auch der erste Türke, der das weltweit bekannte Rennen zwei Jahre später beendete. 2010 gewann er in der Kategorie Mallet Moto, die für diejenigen Fahrer vorgesehen ist, die ohne mechanische Unterstützung konkurrieren. 2011 holte er in dieser Kategorie den zweiten Platz. Dieses Jahr schaffte er es auf Rang fünf.

Bei der türkischen Motorradfahrer Vereinigung sorgt der Tod von Merkit für Bestürzung. In einer schriftlichen Erklärung sprachen sie den Hinterbliebenen ihr Beileid aus. Ursprünglich war die Transanatolia für die Zeit vom 4. bis 11. September angesetzt und sollte die Rennfahrer von Antalya über Karaman, weiter zu Nevsen und dann zurück über
Mersin nach Alanya führen. Die Gesamtlänge der Strecke war mit 2057 Kilometern angegeben. Angemeldet hatten sich über 70 Teilnehmer aus sieben Nationen. Angetreten waren sie mit Motorrädern, Quads, Buggys und 4×4 Fahrzeugen.

Mehr zum Thema:

Türkischer Fußball trauert: Ediz Bahtiyaroğlu (26) stirbt nach Herzinfarkt
Metin Kurt: Türkischer Fußball-Pionier stirbt mit 64
Schatten über Olympia: Türkischer Ringrichter Garip Erkuyumcu ist tot

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.