Bildungsoffensive: TÜBİTAK will türkische Schüler für Wissenschaft begeistern

Mit Beginn dieses Schuljahres will sich der Wissenschafts- und Technologieforschungsrat der Türkei (TÜBİTAK) stärker auf türkische Schulkinder konzentrieren. Geplant seien Wissenschafts-Messen in Grund- und Mittelschulen, um so die Wissenschaftskultur früher als bisher einzubinden.

Wie der TÜBİTAK-Präsident Dr. Şükrü Kaya kürzlich mitteilte, arbeite der Rat derzeit an einer ganzen Reihe von Projekten im Rahmen des so genannten Fatih-Projekts (welches vorhat Standards und Qualität in der türkischen Bildung durch die Einführung intelligenter Klassenräume, Tafeln und Computer im gesamten Land zu verbessern – mehr hier).

Unter anderem, so berichtet die türkische Zeitung Sabah, sei vorgesehen, Wissenschafts-Messen in Grundschulen abzuhalten. Das Ziel: Eine nachhaltige Einbindung der Wissenschaftskultur in der Grund- und Mittelschule (auch für die Gesundheit der Schüler soll sich derzeit jede Menge tun – mehr hier).

Pilotprojekte in 1000 Modell-Schulen landesweit

Das neue Programm, so heißt es weiter, würde zunächst mit Beginn des neuen Schuljahres in 1000 Modell-Schulen landesweit eingeführt werden. Später könnten sich die Schulen, laut Kaya, auch an den TÜBİTAK wenden, um von dort weitere Beratung und finanzielle Unterstützung zu erhalten (dieser gibt derzeit auch monetäre Anreize, um die Entwicklung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen anzukurbeln – mehr hier).

Künftig wolle man alle Schulen einbinden, die sich an TÜBİTAK gewandt haben. Außerdem arbeite man daran, später auch weiterführende Schulen in das Projekt einzubeziehen. Bis zum nächsten Jahr, so die Hoffnung des Präsidenten, wolle man 20,000 Schulen erreichen. Derzeit entstünde begleitend auch eine Broschüre für den naturwissenschaftlichen Unterricht, in der erläutert würde, wie ein wissenschaftliches Projekt vorzubereiten sei, wie eine Hypothese ermittelt werde und welche Art von Daten erforderlich seien, um diese zu untermauern (türkische Erfinder schützen ihre Errungenschaften derzeit noch zu wenig – mehr hier). Das Ganze geschehe in enger Absprache mit dem türkischen Bildungsministerium.

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