Transportminister Yıldırım setzt neue Marke: 375 Millionen Fluggäste bis 2023

Wie der türkische Verkehrsminister Binali Yıldırım bekannt gab, ist die Türkei mittlerweile zu einer der weltweiten Top-Nationen der Luftfahrt avanciert. Dies gelte nicht nur für das Land als Reiseziel, sondern auch hinsichtlich seines Service-Netzwerks.

Schon jetzt, gut zehn Jahre früher als geplant, so Yıldırım, habe man seine Vorgaben für das Jahr 2023 erreicht. Doch zurücklehnen käme laut dem Minister jetzt nicht in Frage. Nun gelte es, neue Ziele anzuvisieren. „Bis 2023 wird die Türkei ein Land werden, in dem 375 Millionen Flugtickets pro Jahr verkauft werden. Derzeit sind es 87 Millionen.“

Türkische Flughäfen an ihren Kapazitätsgrenzen

Diese neue Marke setzte der Verkehrsminister anlässlich der Eröffnung der neunten Ausgabe der Messe für Zivile Luftfahrt und Flughäfen „AIREX Istanbul 2012“ auf dem Istanbuler Atatürk Flughafen.Hier präsentieren sich noch bis zum 9. September 150 verschiedene Unternehmen aus insgesamt 30 Nationen. Ausgestellt werden darüber hinaus Flugzeuge im Wert von 1,4 Milliarden Dollar, darunter auch der Airbus A380.

Trotz des aktuellen globalen Negativtrends, fährt Yıldırım fort, werde die Türkei ihr Wachstum fortsetzen ohne dabei an Dynamik einzubüßen. Bezug nehmend auf Statistiken aus dem vergangenen August erklärte er: „Bei den Inlandsflügen wurde ein Wachstum vom 18.4 Prozent verzeichnet, bei den internationalen Flügen gab es insgesamt einen Anstieg um 10.5 Prozent. In den ersten acht Monaten des Jahres wurde bereits die Marke von 87 Millionen Passagieren überschritten. Zudem kam es zu einem 20-prozentigen Anstieg im Transitverkehr. Infolgedessen bringt uns dieses Wachstum an bestimmte Grenzen und Schwierigkeiten in Bezug auf die Kapazität der Flughäfen.“ (schon im Juli wurden in Istanbul 20 Prozent mehr Touristen verzeichnet als 2011 – mehr hier)

Türken aller Einkommensschichten reisen mit dem Flugzeug

Eine über zwei Jahrzehnte durchgeführte Feldstudie mit 10,500 Passagieren, erläutert Yıldırım weiter, hätte zu Tage gebracht, dass der Luftverkehr in der Türkei in dieser Zeit expotentiell gewachsen sei. Ein Umstand, den die Bürger auf den Straßen sicher ebenfalls und vielleicht sogar noch besser bestätigen könnten. „Bürger aller Einkommensschichten, vom Renter bis zum Geschäftsmann, würden derzeit durchschnittlich viermal im Jahr fliegen.“ Früher sei das ganz anders gewesen. Da hätten sich die Bürgerinnen und Bürger der Türkei eher gefragt, ob sie überhaupt jemals ein Flugzeug besteigen würden. Das habe sich nun völlig geändert.

Fluggesellschaften, das würden auch die Zahlen bestätigen, seien in der Mitte der Gesellschaft angekommen. So seien die Umsätze von zwei Milliarden vor zehn Jahren auf nun rund 16 Milliarden Dollar angewachsen. Auch das Personal sei in dieser Zeit von 64,000 auf heute 150,000 bis 160,000 Männer und Frauen aufgestockt worden. Die Inlandsziele hätten sich verdoppelt. Eindrucksvoller sei die Entwicklung jedoch bei den Auslandsflügen. Hier habe man sich von 60 auf 175 gesteigert. Künftig, so skizziert er die Entwicklung weiter, würden mindestens ein Drittel aller Flüge von Istanbul starten. Die Flughafenkapazitäten würden entsprechend auf bis zu 400 Millionen Passagiere ausgeweitet. Bis 2023 würden auch die Zahl der Flugzeuge verdoppelt werden (Streiks auf Flughäfen wurden durch das Parlament verboten – mehr hier).

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