Explosion im Munitionsdepot: Fachleute gehen von Fahrlässigkeit aus

Einem ersten Bericht türkischer Bombenexperten zufolge, wurde die verheerende Explosion in einem Munitionslager in Afyonkarahisar mit 25 Toten am 5. September durch Fahrlässigkeit ausgelöst. Sie waren eingeschaltet worden, um den Unglücksort näher unter die Lupe zu nehmen.

Wie die türkische Hürriyet derzeit schreibt, seien laut dem Bericht Handgranaten und Kanonenkugeln, die eigentlich nicht am gleichen Ort gelagert werden sollten, gemeinsam in dem Depot in Afyonkarahisar aufbewahrt worden.

Hinzu kommt, dass normalerweise Granaten und die dazu gehörigen Zünder getrennt aufbewahrt werden müssten. In Afyonkarahisar sei das nicht der Fall gewesen. Zur Explosion war es dann gekommen, nachdem eine 105mm Granate zu Boden fiel. Die Intensität der Detonation habe dann auch die umliegenden Waffen in Mitleidenschaft gezogen. Allein während der ersten Explosion seien insgesamt 100.000 Handgranaten in die Luft gegangen. Geschätzte 15.000 weitere würden Vermutungen zufolge noch irgendwo herumliegen. 5000 seien bereits geborgen worden. 67 Geschütze, so heißt es weiter, wurden ebenfalls bereits ausgegraben.

CHP-Chef Kemal Kılıçdaroğlu glaubt fest an Sabotage

Schon am Tag nach der Katastrophe signalisierten der Gouverneur von Afyonkarahisar, İrfan Balkanlıoğlu, sowie Umwelt- und Forstminister Veysel Eroğlu, dass dieses Unglück nicht auf eine Terrorattacke oder Sabotage zurückzuführen sei (beide sprachen ausdrücklich von einem Unfall – mehr hier). Die Oppositionspartei CHP sieht das jedoch ganz anders. Laut CHP-Chef Kemal Kılıçdaroğlu habe es sich zu „99 Prozent“ um Sabotage gehandelt. Seine Gespräche mit hochrangigen Mitgliedern der Streitkräfte, die mehr als einen Beweis für diese These hätten, ließen nur diesen Schluss zu (es wird darüber spekuliert, ob die Zündung über Handy erfolgt sein könnte – mehr hier).

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